WILDESHAUSEN - Von unerwünschten Weihnachtsgeschenken ist im Katzen- und Hundehaus bislang noch nichts zu sehen. Die Vierbeiner scheinen ihren neuen Herrchen und Frauchen Freude zu bereiten.

Entwarnung aber wollen Andrea Seitz und Anja Rossmann von der Tierschutzgruppe Wildeshausen noch nicht geben. „Das wäre zu früh“, sagt Andrea Seitz, die das Hundehaus betreut. Noch seien Ferien, die Kinder hätten Zeit und könnten sich um die Haustiere kümmern. „Wenn aber die Schule beginnt, sieht die Sache schon wieder anders aus. Dann merken die neuen Besitzer plötzlich, dass ein Tier auch Aufmerksamkeit braucht“, sagt Seitz.

Rossmann, die für das Katzenhaus in Wildeshausen zuständig ist, schließt sich ihrer Kollegin an. „Zuerst sind alle noch total begeistert von ihrem neuen Haustier“, sagt sie.

Die Ernüchterung komme im Sommer. Nämlich dann, wenn der Familienurlaub anstehe. Wohin mit dem Tier? „Kaum einer ist bereit, die Kosten für eine Tierpension zu zahlen“, sagt Rossmann.

Dann sind die Mitarbeiter der Tierschutzgruppe gefragt. „Aber vielleicht haben wir in diesem Jahr weniger zu tun. Vielleicht sind die Leute schlauer geworden.“