WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/DD - „Wenn ich meine Mitschüler überraschen wollte, müsste ich schon Bundessieger werden.“ Dass für Christian Ziemann vom Gymnasium Wildeshausen kaum eine Mathematikaufgabe unlösbar ist, hat der 18-Jährige beim Bundeswettbewerb Mathematik unter Beweis gestellt: Er hat einen der ersten Preise erhalten. Bundesweit wurden 187 Teilnehmer in dieser Kategorie ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 1676 Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 um die besten Plätze beworben.

Mit dem ersten Preis hat sich Ziemann für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert. Es müssen wieder vier Aufgaben gelöst werden, die allerdings einen höheren Schwierigkeitsgrad haben als die der ersten Runde. Zahlentheorie, Algebra und Geometrie werden abgefragt.

Bis zum 1. September hat der Brettorfer, der die Leistungskurse Physik und Mathematik gewählt hat, jetzt Zeit, die Lösungen zu finden. Auf die Suche muss er sich zu Hause machen, denn Hilfe bekommt er von seinem Lehrer nicht. „Der Wettbewerb fordert die Eigenständigkeit der Schüler“, erklärt Jens Noltmann gestern. Er unterrichtet den Preisträger in Mathematik.

An dem Umgang mit Zahlen fasziniert den Gymnasiasten Ziemann, dass mit ihnen allgemein gültige Aussagen möglich sind: „Der Satz des Phytagoras gilt bis in alle Ewigkeit. In anderen Wissenschaften sind dagegen häufig nur relative oder subjektiv geprägte Aussagen möglich.“

Dem Bundessieger des Wettbewerbs winkt ein Stipendium. Doch Ziemann ist schon jetzt zufrieden: „Mein Ziel war die zweite Runde.“