WILDESHAUSEN - „Sie hat die Hauptschule wesentlich mitgeprägt“, sagte Schulleiterin Dorit Hielscher. Klaus Kapell von der Landesschulbehörde sprach gar von einem „tragenden Pfeiler“, der künftig fehle. Nach mehr als 40-jähriger Tätigkeit, davon 36 Jahre an der Hauptschule Wildeshausen, trat Lehrerin Ingeborg Jacoby am Dienstag den Weg in den vorzeitigen Ruhestand an. Zahlreiche Kollegen und Freunde verabschiedeten die 62-jährige Pädagogin im Rahmen einer Feierstunde.

Hielscher würdigte ihre Kollegin als unermüdliche Kämpferin für das Wohl der Jugendlichen. Jacoby hat in der Burgschule, der ehemaligen Volksschule, angefangen und war seit Einführung der Hauptschule in dieser Schulform tätig. Besonders engagiert habe sie sich für Schüler mit Migrationshintergrund. Bis 2009 war sie als Fachberaterin für interkulturelle Bildung tätig. Auch nach außen hat Jacoby die Schule vertreten. Sie engagierte sich im Präventionsrat sowie im Schulausschuss der Stadt. Auch Kapell würdigte den Einsatz Jacobys „für die Schwachen in der Gesellschaft“.

Das pädagogische Geschick der Deutsch-Lehrerin würdigte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi: „Es war ein Glück, die Kinder in der Obhut einer so fähigen Lehrerin zu wissen.“ Jacoby habe ihren Beruf mit Leidenschaft ausgeübt. Ihre vielfältigen Aktivitäten im Präventionsrat, darunter der Aufbau des „Boxprojekts“, habe das Leben der Kreisstadt bereichert.

Dank sagten auch Ex-Realschulleiter Steffen Akkermann, Hauptschul-Konrektor Bernard Werner und Personalratsvorsitzende Kerstin Timmen. Durch das Programm in der Hauptschul-Mensa führte Jessica Preuschaft. Musikalisch sagten Sunhild Heinken-Raether und Irmgard Fuchs, begleitet von Klaus Klepin am Klavier, Servus. Werner überreichte ihr einen neuen „Stundenplan“ – beginnend mit dem 24. Juni, dem ersten Ferientag.