WILDESHAUSEN - „Für Sie ist eigentlich heute schon Bescherung“, meinte Hinrich Ricklefs, pädagogischer Mitarbeiter an der Volkshochschule Wildeshausen (VHS) am Donnerstag scherzhaft. Nun „endlich haben wir bestanden, ich bin sehr zufrieden“, sagte Samuel Nwajagu aus Nigeria, denn ihm sowie 22 weiteren Teilnehmern des einjährigen Integrationslehrgangs „Deutsch als Fremdsprache“ wurden die Zertifikate über ihre bestandenen Prüfungen übergeben.
In insgesamt 945 Unterrichtsstunden haben die Lehrkräfte Birgit Riedel, Galina Panowa und Irene Linnhoff ihren Schülern im Alter von 18 bis 50 Jahren in zwei Kursgruppen sowohl ein neues Vokabular als auch umfangreiche Kenntnisse über die deutsche Kultur vermittelt. Dabei hatten alle unterschiedliche Sprachvoraussetzungen. „Die einen konnten schon gut Deutsch, andere etwas weniger“, erklärte Birgit Riedel. Im Test, bestehend aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, galt es Grammatikaufgaben zu lösen sowie gutes Hör- und Leseverstehen zu zeigen.
Lehrerin Birgit Riedel war von den Leistungen beeindruckt. „Ihr wart alle spitze“, lobte sie. Eine überaus gute Rückmeldung gab es ebenso von Nikolaus Rohlmann, Regionalkoordinator vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Oldenburg: „Das Gesamtergebnis ihrer Prüfungen liegt erheblich über dem Bundesdurchschnitt.“ Mit dem Test hätten die Teilnehmer zudem eine erste Hürde für eine Einbürgerung genommen. Die besten Ergebnisse erreichten Richelle Durano, Alena Eilers und Van Dong Nong.
„Viel gebracht“ hat der Lehrgang Elena Sagemann aus Sibirien. Erst seit gut einem Jahr lebt sie in Deutschland und hat „viel gelernt über Grammatik und wie man etwas richtig schreibt“. Seine bereits guten Deutschkenntnisse ausbauen möchte Van Dong Nong aus Vietnam. „Mein Motto ist, ein Leben lang zu lernen.“
