WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/GA - 50 Jahre nach ihrer Entlassung aus der katholischen Volksschule Wildeshausen feierten die ehemaligen Schüler und Schülerinnen am Sonnabend im Hotel Wolters ein Wiedersehen. Eingeladen zu dem insgesamt dritten Treffen – die ersten Wiedersehensfeiern gab es nach 25 und 40 Jahren – hatten Josef Kramer, Heinz Frerichs und Günther Peters.
Dass bei einem Stadtrundgang auch ein Abstecher zur St.-Peter-Schule unternommen wurde, wo der Entlassjahrgang 1956 die letzten Schuljahre verbracht hatte, verstand sich von selbst. „Eingeschult wurden wir 1948 in einer Baracke. Die stand auf dem Burgberg, wo heute ein Kinderspielplatz ist“, hieß es aus der Runde. Drei Jahre später ging es in den Neubau und als dort der erste Anbau errichtet wurde, wurden die Schüler zum Dachdecken miteingespannt. „Bei kaltem Frostwetter bildeten wir unter Anleitung von Rektor August Schumacher eine lange Kette und reichten die Dachpfannen zu“, erinnerte sich Josef Kramer.
Generell haben alle die Schulzeit in angenehmer Erinnerung. Nur donnerstags gab es nicht viel zu lachen. Schulleiter Schumacher und Lehrer Ludwig Otten gingen nämlich mittwochs zur Chorprobe und hatten tags darauf Kopfschmerzen. „Wer in der ersten Reihe saß, roch noch den Alkohol, den sie ausströmten“, wussten die einstigen Schüler zu berichten.
Beachtlich sei auch, dass die von gut 20 Jungen und acht oder neun Mädchen besuchte Klasse insgesamt vier Gildekönige aufzuweisen habe: Peter Stegemann, Heribert Wellbrock, Josef Kramer und Peter Schnittker (Kinderkönig).
