WILDESHAUSEN - Groß war das Hallo am Sonnabendvormittag im Hotel Wolters: Nach 50 Jahren trafen sich die Schülerinnen und Schüler des Entlassungsjahrganges 1960 der Wallschule in Wildeshausen wieder. Das Händeschütteln und Umarmen dauerte meist etwas länger, denn bisweilen wurde doch geschaut, wer das Gegenüber denn nun eigentlich ist. 50 Jahre sind eben eine lange Zeit. Doch für die meisten war das Wiedersehen noch nicht ganz so lange her, denn „bereits vor 25 Jahren haben wir uns schon einmal hier in Wildeshausen im Ratskeller getroffen“, ließ Wolfgang Brandt durchblicken, der damals die Organisationsfäden in der Hand hielt und auch diesmal wieder im Vorbereitungsteam saß. Zusammen mit Dieter Mucker und Alfred Kunte hatte er das neuerliche Klassentreffen geplant.

„Eingeschult worden sind wir 1952 in der Wallschule. Am Anfang noch in zwei Klassen, A und B. Mit unseren Klassenlehrern Hans Huntemann und Waltraud Klock, die heute noch auf Wangerooge lebt. Nach dem vierten Schuljahr war damit aber Schluss und wir kamen alle in eine Klasse“, erinnerte sich Brandt zurück. So manche Geschichte kam an diesem Tag auf den Tisch, „denn wir waren eine Rasselbande“, kam es schnell aus der Runde der Schulabgänger.

Von den 33 Schülern, elf Jungen und 22 Mädchen, hatten 21 ihr Kommen zum Jubiläumsklassentreffen zugesagt. Nach dem Empfang bei Wolters führte der Weg zunächst in die Alexanderkirche, wo die Engelausstellung angeschaut wurde. Von dort ging es an der Wallschule vorbei zurück zu Wolters, wo das Mittagessen wartete. „Danach haben wir kein weiteres Programm ausgearbeitet, denn es gibt viel zu erzählen und zu klönen. Dafür wollen wir bis zum Kaffee genügend Möglichkeit bieten“, sagte Wolfgang Brandt.

Da kamen Erinnerungen auf den Tisch, wie zum Beispiel an die alte Jugendherberge, die sich im Dachgeschoss der Schule befand. Verschont blieben auch die Lehrer nicht, die bei so manchem Ereignis klammheimlich beobachtet wurden. Schier unerschöpflich war der Gesprächsstoff. Daraus entstand schließlich der Wunsch, schon bald wieder ein Klassentreffen zu organisieren. „Das muss dann aber schon in kurzem Zeitabstand sein, denn die Jüngsten sind wir ja auch nicht mehr. Und diesmal sollen die Mädchen einmal ein Treffen organisieren“, wünschten sich Brandt und die anderen Männer.