WILDESHAUSEN - Bappdadidapp, babbdadidapp – das Schnipsen und die Töne aus dem Musikraum des Gymnasiums Wildeshausen an diesem Montagnachmittag klingen allzu vertraut. Doch es ist nicht die A-Capella-Gruppe „Die Profisorischen“, die hier Lieder wie „Hit the Road Jack“ oder „Bei mir bist Du schön“ probt, sondern eine neue Musikformation. Am Sonnabend, 7. Juli, hat der noch namenlose Chor seinen ersten öffentlichen Auftritt – beim „Scheunenklassiker“ auf Gut Altona.
Die Gruppe fand sich recht unkonventionell zusammen: „Ich bin Pfingsten von der Mutter einer Schülerin angesprochen worden“, erzählt Musiklehrer Walter Bialek. Im 11er-Kurs Musik sowie im Französisch-Unterricht warb Bialek ebenfalls. Seit den Herbstferien 2006 wird regelmäßig donnerstags geprobt. Hin und wieder nutzt die Gruppe die Alexanderkirche. „Hier ist die Akustik einfach besser“, so der Chorleiter. Damit die Sänger ihre Stimme besser wahrnehmen, setzt Bialek aber auch schon einmal eine Probe im „gekachelten Zimmer“, also der Toilette, an. „Das klingt richtig fett.“
Inzwischen haben sich die Stimmen gefunden. Zu den regelmäßigen Proben erwartet Bialek Linda Gogolin, Andrea Olberding, Sarah Rösler, Maren Kückens, Julia Debbeler, Johanna Freytag, Ruth Kossen, Christin Wobbe, Michael Bley, Max Grimme, Jan-Philipp Rickwärtz, Mirco Boning, Jonas Gryczan und sogar seinen Kollegen Marcus Hemjeoltmanns. „Wir singen einfach gern“, sagt der Ahlhorner Michael Bley (17), der eigentlich Trompete spielt. In einem anderen Chor singt aber keiner der Schüler mit.
Bialek rechnet damit, dass nach den Sommerferien erneut die Fluktuation einsetzt – auch wenn mit Daniel Kolloge ein Sänger zu den Übungsstunden kommt, der bereits vor zwei Jahren Abitur gemacht hat. Die bevorstehende Projektwoche vom 9. bis 13. Juli am Gymnasium soll in jedem Fall zum Einüben weiterer Stücke genutzt werden. Und wenn’s gut läuft steht vielleicht in der Alexanderkirche noch ein Konzert des A-Cappella-Chores an.
