WILDESHAUSEN - Zu einer Matinee am Sonntagvormittag hatten das Streichorchester und das Vororchester der Musikschule des Landkreises Oldenburg in den Konzertsaal an der Burgstraße eingeladen. Vor allem Eltern und Großeltern waren gekommen, um die Fortschritte der Musikschülerinnen und -schüler akustisch zu erleben. Beide Orchester werden von der Musikschule und dem Gymnasium Wildeshausen – aufbauend auf den Streicherklassen des Gymnasiums – in enger Kooperation betrieben.
„Wenn die Streicherklassen am Ende der sechsten Klassen ihre Arbeit beenden, können die Schüler ins Vororchester wechseln, in dem sie dann Anschluss finden sollen an das Streichorchester“, erklärte Musikschulleiter Rafael Jung gegenüber derNWZ
. In einer kurzen launigen Rede berichtete Ulrich Meyer, Vorsitzender des Förderkreises der Musikschule, dass etwa die Hälfte der Kinder aus den Streicherklassen, die es seit dem Schuljahr 2007/08 gibt, sich zum weiterführenden Unterricht in der Musikschule anmelde. Funktionierende Jugendstreichorchester an Musikschulen gebe es vielerorts gar nicht mehr, bedauerte Meyer und hob deshalb die Kooperation in Wildeshausen hervor.Im Matinee-Programm am Sonntag präsentierten sich nicht nur die beiden Orchester, auch kleine Gruppen und Solisten der Musikschule zeigten ihr Können, so zum Beispiel die ehemalige Streicherklassen-Schülerin Jana Gaertner auf dem Violoncello und Kim Schwarmann (Gitarre), die sich beim jüngsten Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ für den Landesentscheid qualifiziert hat.
