WILDESHAUSEN - Vom 18. bis zum 29. Januar durften die Schülerinnen und Schüler aus dem 10. Jahrgang des Gymnasiums Wildeshausen ihrer Schule fern bleiben, dabei jedoch ganz und gar nicht auf der faulen Haut liegen. Ein zweiwöchiges Praktikum hielt die gesamte Stufe für zwei Wochen auf Trab.

Laut Lehrerin Birgit Bruhns, die den Gymnasiasten in der Zeit zur Seite stand, war die Auswahl der Betriebe bunt gemischt und teilweise auch überraschend. Während der eine mit künstlerischer Begabung im Buchladen saß, schraubte der andere mit einem Talent für Politik an Maschinen herum. „Es hat sich niemand beschwert, und alle waren insgesamt ganz zufrieden“, so das Fazit der Lehrerin.

Florian Baier (16) hatte sich für ein Praktikum beim Krandienst Hüffermann entschieden und wurde nicht enttäuscht. Begeistert von der „wunderbaren Arbeitsatmosphäre“ dort würde er gerne wiederkommen. Neben Tätigkeiten im Büro (wie Rechnungen abheften) gab es auch draußen auf dem Kran etwas zu tun. Hüffermann-Disponent Sven Krüger lobte den jungen „Kollegen“: Er sei im positiven Sinn ausbaufähig, weil er immer Lust hatte, etwas zu machen. Auch Mentorin Marion Albers redete stolz über ihren Schützling: „Er macht sich wirklich gut, ist wissbegierig und fragt nach.“

Valesca Vock (15) tauschte die Schule gegen das Hotel und Restaurant Gut Altona. Während des Praktikums stand sie dort nicht nur hinter der Rezeption, sondern half auch im Service aus. Sie deckte Tische ein und ab und stattete auch Räume aus. Mitarbeiterin Carina Maruschek kann über ihre Praktikantin nur Gutes berichten: „Sie ist nicht nur sehr fleißig, sondern macht auch Dinge von sich aus.“

Lena Kellermann (16) drehte für das Praktikum den Spieß um und stand die letzten zwei Wochen selbst an der Tafel. Sie half den Schülern der St.-Peter-Schule nicht nur bei Hausaufgaben, sondern unterstützte die Lehrkräfte auch beim Korrigieren und spielte mit den Kindern noch während der Betreuung. Dies brachte Pluspunkte bei den Kleinen. Ihre Note für Lena: „Die ist echt nett.“

Gesa Mentel (17), die Autorin dieses Beitrags, hat in den vergangenen zwei Wochen in die Arbeitswelt der NWZ -Redaktion in Wildeshausen hineingeschnuppert.