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PROJEKTWOCHE Grundschüler als kleine Artisten

Rabea Spiralke

WILDESHAUSEN - Wer Zirkusstar werden möchte, muss ein dickes Fell haben und mit einigen Tücken kämpfen: Beispielsweise wenn die Ziege Heidi bei ihrem Auftritt keine Lust zum Vorbeugen hat und stattdessen einfach einen Schüler umschubst. Oder wenn sich der Clown seinen Text partout nicht merken kann. Oder die Hula Hup-Reifen von der Hüfte fallen.

Von diesen kleinen Hindernissen können die 200 Grundschüler der St.-Peter-Schule in Wildeshausen momentan ein Lied singen, sie tauschen nämlich eine Woche lang die Schulbank gegen das Zirkuszelt. Möglich macht das die Projektwoche der Grundschule. Eine Woche lang ist dafür der Zirkus Eldorado zu Gast in der St.-Peter-Schule. Schon von weitem fällt das große Zirkuszelt auf dem Schulhof ins Auge, im Inneren üben die Schüler mit ihren Trainern das Jonglieren und proben am Trapez. „Silberflügel“, „Fledermaus“ oder „Todesrolle“. Die Übungen haben spektakuläre Namen, und die Schüler sind mit voller Konzentration und Arbeitseifer dabei.

Am Sonnabend haben sie nämlich ihren großen Auftritt und führen das Gelernte vor Eltern und Geschwistern im Zirkuszelt auf. Bis dahin stehen aber noch einige Trainingseinheiten auf dem Programm. Ausgedacht hat sich das die Familie Thiel, die den Zirkus Eldorado schon in vierter Generation führt, wie Christa Thiel erzählt. Mit ihren elf Geschwistern absolviert sie in der Projektwoche ein straffes Programm mit den Schülerinnen und Schülern – jede Menge Spaß inklusive, versteht sich. In 14 verschiedenen Gruppen werden die Erst- bis Viertklässler unter anderem zu Cheerleadern, Trapezkünstlern, Tierdresseuren, Voltigierern, Cowboys, Clowns und Bodenakrobaten ausgebildet.

Anneke (10) hat sich für die Trapezgruppe entschieden. Die 10-Jährige findet die Arbeit spannend, gibt aber zu, dass sie ganz schön aufgeregt ist, wenn sie am Trapez in die Luft gezogen wird. Sarah (10) hat sich für das Voltigieren entschieden und sogar schon auf dem Pferd geübt. Angst habe sie dabei nicht, sagt sie, aber: „Wir müssen immer leise sein, sonst erschreckt sich das Pferd“, weiß die Zehnjährige.

Heike Stahl, Lehrerin an der St.-Peter-Schule, ist begeistert von ihren Schülern: „Alle sind hoch motiviert“, freut sich die Lehrerin. Besonders beliebt sei bei den Schülern die Arbeit am Trapez und mit den Tieren, verrät sie.

Aber nicht nur im Zirkuszelt wird geprobt, auch einige Schulräume haben die Zirkusartisten in Beschlag genommen. In einem Raum schwingt eine Gruppe Mädchen bunte Hula Hup-Reifen. Lebhaft geht es auch bei den Clowns nebenan zu. Die müssen nämlich eine ganze Menge Text und eine Choreographie lernen, die am Sonnabend für viele Lacher sorgen soll. Eine Menge Arbeit, die die kleinen Künstler aber gerne machen – schließlich bleibt dafür auch kurzfristig das Mathebuch im Schulranzen.

NWZ

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„Manege frei“

heißt es am Sonnabend, 25. Februar, im Zirkuszelt neben der St-Peter-Schule.

Von 11 bis 13 Uhr

treten die Kinder der Klassen 1a/1c, 2a, 3a, 4a auf.

Von 14 bis 16 Uhr

zeigen die Klassen 1b, 2b, 3b, und 4b ihr Können.

Der Eintritt

kostet fünf Euro pro Person.
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