WILDESHAUSEN - „Wandern sollt ihr, aber nicht während des Unterrichts“, sagte Schulausschussvorsitzender Uwe Leinemann (CDU) den protestierenden Schülern und Eltern zu. Selten erlebte eine Fachausschusssitzung ein so großes öffentliches Interesse. Transparente wurden hoch gehalten. Redebeiträge immer wieder von Applaus unterbrochen. Und die Einwohnerfragestunde, sonst eher kurz und knapp, wurde zum Forum für die Interessen der Schulen. „Es wäre das Beste, wenn wir am Gymnasium ausbauen“, sagte Jannis Wittwer, Schüler der Klasse 8 a am Gymnasium, unter donnerndem Applaus. Und seine Mitschülerin Annabelle Strömer aus der Klasse 5 d bemerkte: „Meine Klavierlehrerin war früher auch in einer Wanderklasse. Sie fand das immer fürchterlich.“
Heike Schaar, die Personalratsvorsitzende am Gymnasium, übergab gemeinsam mit der Elternratsvorsitzenden Marina Dierks sowie den Schülervertretern Wiebke Behrens und Dennis Frühauff eine Resolution. Die Gesamtkonferenz des Gymnasiums spricht sich darin für Mobilbauklassen aus.
Auf das drängende Raumproblem an der Realschule wies zudem Anja Mattner, die Schulelternratsvorsitzende, hin. „Uns fehlt ein Gruppenraum pro Jahrgang.“ Es gebe weder einen PC-Raum noch ein vernünftiges Krankenzimmer. Mattner: „Wir haben so wenig Platz; und da fragen wir uns, warum wir noch Räume abgeben sollen.“ Leinemann wies darauf hin, dass der Vorschlag, Wanderklassen einzurichten, nicht mit der Politik abgestimmt gewesen sei. „Mit Eurem Protest stärkt Ihr uns den Rücken“, so der Ausschussvorsitzende.
