WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/KAB/ME - An Niedersachsens Schulen gibt es ab 1. August, mit Beginn des neuen Schuljahres, ein generelles Rauchverbot. Ein entsprechender Erlass werde im Juli in Kraft treten, sagte Kultusminister Bernd Busemann gestern. Damit entfallen auch bisher mögliche Ausnahmen wie Raucherzonen oder Raucherlehrerzimmer.
Bereits seit einiger Zeit beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Schulleben und Gewaltprävention mit dem Thema, erläutert der Leiter der Berufsbildenden Schulen, Gerhard Hillebrand, zu dem Erlass aus Hannover. In der Gesamtkonferenz am 16. Juni sollen Vorschläge zur Umsetzung unterbreitet werden. Die Schwierigkeiten seien erkennbar, so Hillebrand, dass der Sekundarbereich II, Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, das Schulgelände verlassen dürfen. Somit würde mit dem Erlass eher ein neues Problem geschaffen. Es geht, so Hillebrand, um eine Handhabe, dass die Schüler ihr Verhalten ändern und nicht mehr rauchen. Und dass dies gelingt, da hat der Schulleiter der BBS doch so seine Bedenken.
Schwierigkeiten sieht auch der Schulleiter des Wildeshauser Gymnasiums, Ralf Schirakowski. Dort gab es bisher sowohl eine Raucherecke für Schüler ab 16 Jahren als auch ein Raucherzimmer für die Lehrer. Schirakowski setzt bei den Schülern auf gründliche Aufsicht und Prävention auch außerhalb des Unterrichts. Einige Lehrer sehen in dem Verbot zudem einen Anlass, mit dem Rauchen aufzuhören.
Nichts ändern wird sich an der Realschule Wildeshausen. Sie ist laut Schulleiter Steffen Akkermann seit Jahren „rauchfrei“, das heißt ohne Raucherecke und Raucherlehrerzimmer. Außerdem wird versucht, mit Beratungslehrer Thomas Butzmann und Sozialpädagoge Reinhard Bieh-Bausch präventiv zu wirken und Schüler stark zu machen.
