Wildeshausen - Großer Erfolg für die Realschule Wildeshausen: Die Roberta-AG hat mit ihren selbst gebauten und programmierten Robotern den Regionalwettbewerb der „First Lego League“ gewonnen und darf am 4. Februar zum Semifinale Nordost-Europa in Dresden antreten.

Der Regionalwettbewerb ging am vergangenen Samstag in Brinkum über die Bühne. Neben den Wildeshausern mit dem Wettbewerbs-Namen „Alien Protector“ waren auch Schulmannschaften aus Braunschweig, Diepholz, Stuhr, Brinkum, Leeste und ein privates Team am Start.

Vier Kategorien waren ausgeschrieben. Die Wildeshauser erreichten in dreien den ersten Platz: Robo-Games, Roboter-Design und Forschung. In der Kategorie Teamwork belegten sie den dritten Platz. Somit sprang in der Gesamtwertung Rang eins heraus.

Das Team der Roberta-AG

Schüler der sechsten bis zehnten Klassen im Alter von zwölf bis 16 Jahren gehören der Roberta-AG an. Die Realschüler treffen sich donnerstagnachmittags für zwei Schulstunden mit Lehrerin Anke Schneider und Betreuerin Maren Becker-Jäschke (Mutter).

Zum erfolgreichen Team gehören folgende Schüler: Kevin Schipper, Nils Schachtschneider, Malte Spielberger, Tobias Schneider, Mohamed Nekr, Milan Lammers, Nick Jäschke, Tomko Berg, Ben Meyer, Kevin Stoll, Julias Hespers und Ben Harms.

Das Hauptthema des Wettbewerbs lautete „Hydro Dynamics“. „Alles drehte sich ums Wasser“, sagte Lehrerin Anke Schneider (Mathe, Physik, Informatik), die die AG zusammen mit der Mutter Maren Becker-Jäschke leitet. Damit alle Wettbewerbsteilnehmer die gleichen Bedingungen haben, durften die Computer nur mit Legos gebaut und mit Lego-Software programmiert werden.

In der Kategorie Robo-Design wurde bewertet, wie der Roboter gebaut und programmiert wurde. „Beim Robo- Game hatten wir uns sechs Aufgaben ausgesucht und fünf geschafft“, berichtete Schneider. „Für die letzte reichte die Zeit nicht mehr.“ Den Forschungsauftrag präsentierten die Schüler in Form eines selbst geschriebenen Theaterstücks. „Dazu suchten wir nach einer Lösung, den Verbrauch des Frischwassers im Haushalt zu senken. Unsere Idee ist es, einen einfachen Wasseraufbereiter im Haus zu installieren. Ein kleines Modell dazu fertigten wir aus Sperrholz, Strohhalmen und Legosteinen“, erklärte Schneider.

Schulleiter Jan Pössel gratulierte am Donnerstag dem gesamten Roberta-Team und brachte seinen Stolz über die Leistungen der Schüler zum Ausdruck, zumal beim Wettbewerb auch Gymnasiasten vertreten waren. Sofern es finanziell und organisatorisch bewältigt werden kann, spreche nichts gegen einen Start in Dresden.

Die Roberta-AG gibt es seit 2012. In diesem Schuljahr sind ausschließlich Jungen in dem Team vertreten – vom sechsten bis zum zehnten Schuljahr. „Mir macht die Teamarbeit viel Spaß – gemeinsam mit anderen eine Lösung für ein Problem zu erarbeiten“, erzählte Tobias Schneider, der wie andere Schüler auch gerne zu Hause tüftelt. Für Ben Harms sei schon beim Tag der offenen Tür der Realschule klar gewesen, dass er später in die Roberta-AG gehen werde. „Ich baue gerne mit Lego und erfinde zu Hause auch selbst eigene Modelle wie Tieflader und Sattelschlepper“, berichtet der Sechstklässler.

Malte Spielberger ist jetzt in der neunten Klasse. Er war schon im Anfängerkursus für die Fünft- und Sechstklässler. „Die Roberta-AG ist eine gute Gelegenheit, neue Leute außerhalb der eigenen Klasse kennenzulernen.“ In der AG finde er immer neue Ideen, um auch seinen eigenen Roboter zu Hause zu programmieren.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg