WILDESHAUSEN - Mit Beginn der Sommerferien am Donnerstag, 25. Juni, werden noch keine Handwerker in die Schulen in Trägerschaft der Stadt Wildeshausen einrücken. Für die notwendigen Sanierungsarbeiten liefen die Gespräche mit Architekten auf Hochtouren, teilte die Verwaltung mit. Kommende Woche beginnen die Ausschreibungen. Einstimmig nahmen Bau- und Umweltausschuss und Schulausschuss am Mittwochabend die geänderte Prioritätenliste für Schulbaumaßnahmen zur Kenntnis.
Als eine der ersten Maßnahmen soll Ende Juli oder Anfang August die Sanierung des Realschuldaches beginnen, so Bauingenieurin Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau. Die Reparatur der Brandschutztüren sei Ende Juni abgeschlossen. Läuft alles nach Plan, könne in den Herbstferien mit den Sanierungsarbeiten des Musikraumes an der Realschule begonnen werden. Dafür stehen 100 000 Euro zur Verfügung. Erst im nächsten Jahr folge die Sanierung der Fenster (200 000 Euro) und der Sanitäranlagen (80 000 Euro). Für Aufstockung und Erweiterung der Aula stehen bereits 497 200 Euro im Etat 2009.
Auch an der Hauptschule soll der Großteil der Maßnahmen, darunter Dachsanierung, Heizungsanlage und Brandschutz, im Herbst beginnen. „Sobald wir die Mittelfreigabe aus dem Konjunkturpaket bekommen, können wir mit der Sanierung der Werkräume beginnen“, erläuterte Möhlenbrock. Dafür sind rund 300 000 Euro eingeplant. Für die zweite Phase der Dachsanierung sowie der Fassadensanierung an der Hauptschule sind 2011 Mittel eingeplant.
Die Dachsanierung der St.-Peter-Grundschule (Kosten: 180 000 Euro) könnte ebenfalls im August starten. Bis Jahresende soll auch die Erweiterung um einen Fachunterrichtsraum Musik (410 000 Euro) erfolgen. Möhlenbrock zur NWZ : „Wir haben alle Vorarbeiten gründlich gemacht.“ Die Verwaltung könne flexibel reagieren, sobald der Haushalt genehmigt ist.
Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) monierte in der Sitzung, dass auf der Prioritätenliste noch zahlreiche Posten auftauchten, die schon längst abgearbeitet sein sollten. Ein Beispiel sei die 12 000 Euro teure Erneuerung der Zaunanlage an der St.-Peter-Schule in Richtung Hunte. „Darüber reden wir schon seit 15 Jahren.“ Auch über die defekte Elektrotechnik an der Hauptschule sei bereits 2007 gesprochen worden. Frerichs sagte, er erwarte von der Verwaltung einen Hinweis, wenn beschlossene Maßnahmen nicht durchgeführt wurden. Stephan Rollie (CDU) mahnte an, dies auch beim neu eingeführten „Berichtswesen“ zu berücksichtigen. Schulausschussvorsitzender Uwe Leinemann (CDU) bedauerte, dass keine Vertreter der Gemeinde Dötlingen zur Bereisung von Haupt- und Realschule eingeladen wurden.
