WILDESHAUSEN - „Zum Schulstart am Donnerstag sind wir fertig“, zeigten sich die Handwerker in der Realschule am Montag überzeugt. Auf Hochtouren laufen dort derzeit die Fliesenverlegearbeiten. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr wurde durchgearbeitet, berichtete Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau in der Stadtverwaltung Wildeshausen. Inklusive eines neuen Türelements investiere die Stadt rund 34 000 Euro.
Nach den Arbeiten im Eingangsbereich der Realschule sind die Fliesenleger nun in einem langen Flur vor den Klassenräumen tätig. Im so genannten Dickbett-Verfahren werden auf rund 180 Quadratmetern mehr als 1600 Fliesen verlegt. „Wir haben fast den gleichen Farbton wie in der Aula gefunden“, freut sich Möhlenbrock. Auch der Estrich sei erneuert worden.
Für Erweiterungsmaßnahmen an der Realschule hat die Stadt ein Grundstück in Richtung Kaiserstraße erworben. „Hier wäre eine Nutzung als Pausenhof denkbar“, sagte CDU-Fraktionschef Dr. Volker Pickart, „sobald Flächen für den Aula-Anbau wegfallen.“
Ruhe herrschte dagegen während der Winterferien in den Grundschulen sowie der Hauptschule. Möhlenbrock zufolge könnte Ende Februar die Auftragsvergabe für drei Werkräume der Hauptschule erfolgen. Einer der drei Räume erhalte ein komplettes Maschinen-Equipment – von der Kreis- bis zur Bandsäge. Die Bauarbeiten sollen in den Osterferien beginnen.
Die Baugenehmigung für den neuen Musiktrakt an der Grundschule St. Peter liegt inzwischen vor. Für den rund 12 mal 20 Meter großen Anbau investiert die Kreisstadt 410 000 Euro.
Einen Strich durch die Rechnung machte „Väterchen Frost“ dem Landkreis, der derzeit einen rund 2,2 Mio. Euro teuren Anbau für den Fachbereich Gastronomie an der Berufsbildenden Schule (BBS) errichtet. „Noch acht Betonsäulen wurden im ersten Obergeschoss gegossen“, erklärte Markus Thesker vom Hochbauamt, „dann mussten die Arbeiten abgebrochen werden.“ Am Plan, im Februar Richtfest feiern zu können, halte der Kreis aber fest.
Inzwischen habe ein Bewerber den Zuschlag für die rund 275 000 Euro teure Küche in dem 36 mal 15 Meter große Gebäude erhalten. Am 18. Januar erfolge die Submission für die Elektro-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten. Der Komplex mit Übungsrestaurant und -hotel setzt nicht nur in finanzieller Sicht Maßstäbe: „Wir brauchen für die Küche extra einen 300 kW-Stromanschluss“, so Thesker.
