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Schule Auftraggeber machen Projekte zur Herausforderung

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WILDESHAUSEN - „Unsere Projekte haben einen besonderen Charakter, weil sie real sind“, sagte Ralf Röhl vom Beruflichen Gymnasium Wirtschaft in Wildeshausen in der Widukindhalle, wo die zwölften Klassen der Schule ebendiese Projekte präsentierten. Am Beruflichen Gymnasium sind die 80-stündigen Projekte inzwischen ein fester Bestandteil geworden. Ebenso die Präsentation für die Schulöffentlichkeit.

Eine „besondere Herausforderung“ für die Schüler sei laut Röhl die Zusammenarbeit mit externen Auftraggebern. Mit solchen hatte es die Klasse des Wirtschaftszweigs des Beruflichen Gymnasiums zu tun: Die Mittelstandsvereinigung (MIT) der Stadt Wildeshausen ließ sich von den Schülern unter dem Motto „Schule trifft Wirtschaft“ eine Ausbildungsreise organisieren. Diese soll Schüler durch Wildeshauser Unternehmen führen und über Ausbildungsplätze informieren.

Das Projekt „Safer Surfen“ wurde ebenfalls von einer Wirtschaftsklasse geplant und auf den Weg gebracht (die

NWZ

  berichtete). Sie entwickelten eine Broschüre, ein Arbeitsheft und einen Workshop, um zu vermitteln, wie man das Internet gefahrenlos nutzen kann. Dazu hatten sie sich auch überlegt, wie man das Endprodukt am besten bewerben und über den eigenen Internetshop vertreiben kann. Zwar hatten die Schüler reichlich Sponsoren gesammelt, dennoch klaffte am Ende eine Lücke von über 370 Euro. „Wir bitten sie inständig, Broschüren zu kaufen“, sagte Alexander Bach am Ende der Präsentation, nicht ohne schmunzeln zu müssen.

Um die Prävention gegen Cannabismissbrauch ging es den Schülern des Fachbereichs Gesundheit und Pflege um Lehrerin Petra Speckmann. Sie fertigten Plakate, Postkarten, eine Website und sogar zwei von einem professionellen Filmteam gedrehte Video-Clips an, die über die Gefahren von Marihuanamissbrauch aufklären sollen. Auch Lehrer Ralf Röhl hatte einen Gastauftritt in einem der kurzen Filme, die über die Leinwand flimmerten.

Auch die restlichen Projekte waren thematisch vielfältig. So wurde eine „Corporate Identity“ für eine Hundeschule entwickelt, mit dem Ziel Bekanntheitsgrad und Kundenbindung des Auftraggebers zu steigern. Ähnliches hatten Schüler des Gymnasiums Wirtschaft für ein mediterranes Spezialitätenrestaurant im Sinn. Sie erarbeiteten ein Marketingkonzept.

Die Schüler des Profils Technik waren zum ersten Mal dabei. Sie präsentierten ebenfalls ihre Arbeitsergebnisse. Die Klasse von Lehrer Hob Ali Masoumy hatte sich mit der Konstruktion, Berechnung und Automatisierung von Toranlagen beschäftigt.

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