WILDESHAUSEN - „Geh doch mal zu Takko“, „Wenn zwei sich streiten, greife ich ein“, „Mobbing in der Schule“ und „Ich lasse mich nicht mehr provozieren“: Schon die Titel sind vielsagend. Gewaltprävention und Soziales Lernen sind die Ziele. Es sind Videos mit Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen, zwischen 2002 und 2008 entstanden. Gefilmt, geschnitten und kopiert hat sie in Zusammenarbeit mit der BBS Wolfgang Böckmann von der Medienstelle des Landkreises. Am Dienstag stellten beide Institutionen die vier Videos vor.

Die Arbeitsgruppe Schulmediation-Konfliktprävention hofft wie die Medienstelle, dass die Eigenproduktionen auch anderenorts ein Echo finden und ausgeliehen oder gekauft werden (über die Medienstelle). Zu den Filmen, 14 bis 45 Minuten lang, gibt es eine Beschreibung des Inhaltes, eine Altersempfehlung und Erläuterungen zum Einsatz im Unterricht.

Für 2009 ist ein weiterer Lehrfilm über „Stress beim Chatten“ vorgesehen. Die Arbeitsgruppe Schulmediation-Konfliktprävention sieht hier ein neues Problemfeld. „In der Ausbildung für die Schüler wurde jetzt aktuell dieses Thema mit aufgenommen. Ferner wird es dazu noch Infoveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern geben“, erläuterte Hella Einemann-Gräbert. Mobbing, Diffamierung und Hass-Tiraden würden in den Chats immer mehr um sich greifen, so die Erfahrung der Pädagogen.