WILDESHAUSEN - Auf einer Leinwand laufen Videoclips, aus den Boxen schallt aktuelle Musik und zu trinken gibt es Energy-Drinks. Der traditionelle Blutspende-Tag an der Berufsbildenden Schule Wildeshausen, der am Donnerstag zwischen 9 und 13 Uhr zahlreiche Schüler in das Gebäude in der St. Peter Straße lockte, stand dieses Jahr unter dem Motto Young Blood.
Wir nehmen uns mehr Zeit für die Spender. Hier ist weniger Hektik als bei normalen Aktionen. So haben wir deutlich weniger Kollapse zu verzeichnen, erklärte Young Blood-Teamleiterin Anja Hensing die Intention hinter dem Projekt des DRK-Blutspendedienstes Spenge. Auch den Beamer, die Musikanlage und die Energy-Drinks gebe es sonst so nicht. Das junge Team besteht seit ungefähr einem Jahr. Es konzentriert sich auf Berufsbildende Schulen und Universitäten. Durch die entspanntere Stimmung sei die Quote der Erstspender, die wiederkämen, deutlich höher, so Hensing.
Auch Jana Tabken aus Huntlosen ist Erstspenderin. Wegen geringen Blutdrucks durfte sie am Donnerstag zwar nicht spenden, Blut abgenommen wurde trotzdem, damit sie einen Spenderausweis bekommen kann. Familienmitglieder von mir haben es schon gemacht, berichtete die 20-jährige Schülerin: Also habe ich Mut gefasst und mich registrieren lassen. Ihre Angst vor der Nadel war unbegründet. Das tat ja gar nicht weh, zeigte sie sich überrascht als Anja Hensing die Einstichstelle versorgte.
Der ganze Blutspende-Tag wurde von Schülern unterstützt. So saßen Elftklässler des Berufsbildenden Gymnasiums an der Anmeldung, passten im Ruhe-Raum auf oder halfen Spendern nach der Blutabnahme. Lehrerin Petra Speckmann, deren Klasse vor der Aktion kräftig für Werbung machte und Aufklärungsarbeit betrieb, zeigte sich zufrieden und ließ sich selbst Blut abnehmen.
Für alle, die sich pieksen ließen, gab es anschließend ein umfangreiches Brunch-Büfett, das von der Klasse der Berufsfachschule Gastronomie unter Leitung von Christa Evers und Cäcilia Kalkhoff zubereitet wurde. Das Essen ist die absolute Krönung, sowas hatten wir auch noch nicht, schwärmte Hensing. Außerdem sei die Resonanz wirklich gut. Trotz der großen Beteiligung seien alle sehr entspannt gewesen.
