WILDESHAUSEN - Sich in sein Gegenüber einfühlen: Das sollten 15 Drittklässler der Wallschule Wildeshausen lernen. Die Arbeitsgemeinschaft der Streitschlichter traf sich am Mittwochnachmittag beim Reitvergnügen im Hespenbusch und trainierte den Umgang mit Pferden. Auf dem Hof von Reitpädagogin Brigitte Malcharczyk lernten die Jungen und Mädchen, ein Pony zu führen und seine Gefühle zu verstehen. „Das können sie dann in ihre Arbeit als Streitschlichter übertragen“, erklärte Ebba Ache, Lehrerin und Streitschlichter-Ausbilderin. Zusammen mit ihrer Kollegin Stephanie Hellebusch betreute sie die Kinder, die in der vierten Klasse als Streitschlichter zum Einsatz kommen. „Die Kinder merken, dass das Pony auf sie reagiert. Wenn sie zum Beispiel nicht die Führung übernehmen, geht das Pferd nicht weiter“, sagte Ebba Ache.

In der Übungsstunde führten die Kinder zu zweit oder zu dritt ein Pony über einen Parcours. Eines der Kinder musste das Pony führen und das andere Kind gab die Richtung vor. „So lernen die Kinder, spielerisch im Team zu arbeiten“, ergänzt Ache.

Gegenseitige Absprachen, Ruhe bei der Arbeit und das Lösen von Problemsituationen sind nur einige Aspekte der Pferdearbeit. Zudem steigert der Kontakt zu den mächtigen Tieren das Selbstwertgefühl der Kinder. „Die Kinder sind immer wieder ganz erstaunt, dass so ein großes Tier ihnen folgt“, erzählte die Ausbilderin Ache.