Wildeshausen - Am ersten Schultag nach den Sommerferien war für Lena alles anders. Plötzlich redeten andere Schüler hinter ihrem Rücken, lachten über sie und mobbten sie sogar. So ist zumindest am Donnerstag das Szenario auf der Bühne der Privatschule Gut Spascher Sand in Wildeshausen gewesen. Zu Gast ist das Schauspielkollektiv Lüneburg und im Gepäck hat es ein Theaterstück zum Thema „Mobbing – nicht mit uns“. In der Grundschule findet in dieser Woche die „Wir-Woche“ zum Beginn des Schuljahres statt. „Das heißt, sie sollen sich erst mal finden und als Klasse zusammenkommen“, erklärt Grundschulleiterin Susanne Klein. Dabei geht es um Themen wie Teambildung, Anerkennung und Akzeptanz.
Die Klassen drei bis sechs schauen beim Theaterstück zu. Bevor die drei Schauspieler aus Lüneburg die Geschichte von Lena erzählen, versuchen sie zunächst, mit den Schülern Mobbing zu definieren. Dabei ärgert nicht nur ein Schüler einen anderen, sondern es handelt sich um eine ganze Gruppe. Zudem geht Mobbing über einen längeren Zeitraum.
Nach dem Theaterstück geht es in den verschiedenen Klassen mit einem dreistündigen Seminar, der von den fünfköpfigen Schauspielkollektiv-Team geleitet wird, weiter. Die Schüler reden in einer lockeren Diskussionsrunde über Themen wie Wutbewältigung oder mögliche Ansprechpartner zum Thema Mobbing. Darüber hinaus reflektieren die Mädchen und Jungen Lenas Geschichte. Wer war das Opfer und wer waren die Täter? Laut Klassenlehrerin Maren Beckefeldt veranschaulicht das Theaterstück die Problematik für die Mädchen und Jungen sehr gut. „Die Schüler waren sehr drin im Thema“, so Beckefeldt.
