WILDESHAUSEN - „Die Paten müssen Geduld haben.“ Das war der zentrale Satz von Gerd Jacoby, Koordinator der „Ausbildungsbrücke“ an der Hauptschule Wildeshausen, in seiner Rede an die neuen und alten Paten des Projekts. Nun startete die zweite Runde des Patenschaftsprogramms an der Schule mit dem Kennenlernen zwischen Schülern und Paten.
Bei dem Projekt kümmern sich Berufstätige um Schülerinnen und Schüler der Hauptschule. Sie besprechen mit ihnen den möglichen beruflichen Werdegang, versuchen gemeinsam Stärken und Schwächen der Schüler zu erörtern und helfen bei Problemen weiter. „Es geht um mehr als nur um schulische Belange“, betonte Jacoby.
Die Paten sollten eng mit Lehrern und Eltern zusammenarbeiten. „Manche Eltern haben aus beruflichen Gründe keine Zeit für ihre Kinder oder kennen sich nicht in der Berufswelt aus, so dass sie ihren Kindern keine Hilfe sein können“, erläuterte der Koordinator. „Und dann kommen solche Gedanken wie ,Superstar werden‘ in den Köpfen der Kinder auf“, sagte er weiter. Es ginge darum, richtige Berufe für die Schüler zu finden, die ihnen auch liegen.
Individuelle Beratung, Vertrauen und Offenheit seien dazu wichtige Punkte, die zwischen Pate und Patenschüler herrschen müssten. „Allerdings können Erfolge auch auf sich warten lassen“, gab Jacoby zu bedenken.
Bis zu drei Jahren begleiten die neuen Paten nun ihre Schützlinge. Die Schüler kommen in erster Linie aus der achten Klasse, ein Schüler aus der neunten Klasse und eine Schülerin der zehnten Klassen werde ebenfalls betreut. Das Projekt hatte beim letzten Mal schon deutliche Erfolge gezeigt: Zwei der ehemals betreuten Schüler konnten eine Ausbildung beginnen, fünf weitere besuchen nun die Berufsbildenden Schulen. In diesem Jahr konnte die Hauptschule sogar vier neue Paten gewinnen: Roger Korinke, Rüdiger Assmann, Sibylle Cordugas und Wiebke Lenzschau betreuen ab sofort einen Schüler oder eine Schülerin. Dabei geblieben und nun auch wieder mit neuen Schützling sind: Susanne Beck, Ingrid Düßmann, Rudolf Fasche, Gerda Lehmensiek und Fritz Riethkötter.
