WILDESHAUSEN - „Meine Erwartungen haben sich auf jeden Fall erfüllt“, sagt Ole Rösler. Er steckt wie 127 andere Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums Wildeshausen zurzeit mitten im Betriebspraktikum. Die NWZ hat einige Praktikanten zu ihren Eindrücken befragt.
Als Systemadministrator hatte Ole sich am Krankenhaus Johanneum in der EDV-Abteilung beworben. „Ich arbeite schon lange viel mit dem PC, und deshalb macht mir dieses Praktikum viel Spaß“, meint er. In einem Team von vier Leuten darf er unter Aufsicht einiges selber machen. „Ich komme viel rum im Krankenhaus, weil überall einmal Probleme zu beheben sind. Das Team hat mich außerdem sehr gut integriert.“ Sein erstes Fazit kann er schon nach wenigen Tagen ziehen. Die Praktikumserfahrungen hätten ihn auf jeden Fall weiter gebracht.
Julia Fischer, auch aus der 10. Klasse des Gymnasiums ist zurzeit in der St.-Peter-Grundschule tätig. Sie darf hier mithelfen beim Basteln, Lesen lernen, Rechnen, Diktate kontrollieren und vieles mehr. „Normalerweise sitze ich hinter den Lehrern. Hier sehe ich den Unterricht auch mal aus Lehrersicht und stehe selbst vor den Schülern“, erklärt sie. Anstrengend sei es in der Klasse 1a eher nicht, da die Lehrerin ihr immer zur Seite stehe. „Nach diesem Praktikum könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen, als Grundschullehrerin zu arbeiten“, sagt die 15-Jährige.
Als Bankkauffrau beweist sich Sarah Oehlerking in der LzO Wildeshausen. Der Weltspartag war das „Highlight“ der letzten Woche für sie, auch wenn es etwas anstrengend war. „Ich darf hier hinter die Kulissen schauen, da sieht man mal, wie es in einer Bank wirklich abläuft“, sagt sie. Sarah durfte schon bei einigen Kundenberatungsgesprächen dabei sein und hat so viel gelernt. „Vielleicht fange ich sogar nach dem Abitur eine Lehre bei einer Bank an“, sagt Sarah.
Schon lange haben sich die 10. Klassen des Gymnasiums auf das zweiwöchige Betriebspraktikum vorbereitet. Nach einem ausgiebigen Bewerbungstraining und langer Beratung durch die Lehrer haben fast alle ihren Traum-Arbeitsplatz gefunden.
Begeistert von ihrem Praktikum sind auch Cristin Langwald und Rene Tramitzke. Sie sind zurzeit bei der Polizei in Wildeshausen tätig. „Ich durfte die letzten Tage im Streifenwagen mitfahren. Die meiste Zeit verbrachten wir mit Geschwindigkeitskontrollen. Ansonsten hielt ich mich oft in der Wache auf“, erzählt Cristin. Am Montag waren die beiden zusammen mit Rolf Quickert und Gerold Asche bei der Fahrradkontrolle der 5. bis 8. Klassen des Gymnasiums beschäftigt. Rene durfte den Beamten schon bei einer Unfallaufnahme über die Schultern schauen. „Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß hier, ich wollte einfach mal etwas ausprobieren, das in diese Berufsrichtung geht“, meint er. Auch Cristin wünscht sich seit langem, Polizistin zu werden.
„Es ist schon spannend, das Berufsleben richtig kennen zu lernen“, sind Rene und Christin vom Nutzen des Praktikums überzeugt.
Ann-Kathrine Körber macht zurzeit ihr Praktikum in der Wildeshauser NWZ -Redaktion.
