WILDESHAUSEN - Viertklässler bewiesen beim Fahrrad-Rundkurs ihre Verkehrstüchtigkeit. Mit Hilfe einer „Black Box“ wurde der Sinn von Reflektoren erklärt.
von Stefan Idel
Bei einem Sturz im Treppenhaus ist der achtjährige Ha-Bim Scho der erste an der Unfallstelle. Er spricht mit seinem Schulkameraden und legt ihn in die „stabile Seitenlage“. „Abenteuer helfen“ heißt das Programm, das Georg Rehaag, Rettungsassistent der Malteser-Unfallhilfe, am Montagvormittag mit den Jugendlichen der Klasse 3b durchspielt. Erstes Ziel: den Kindern die Angst bei Unfallsituationen nehmen. Zur Belohnung erhält jeder Schüler ein „Malteser-Mäppchen“. Darin ist auch ein Pflaster.
Der „Erste-Hilfe-Kursus“ der Malteser war nur eine von zahlreichen Stationen beim 15. Verkehrsaktionstag an der Holbeinschule. Die lange Vorbereitung des Teams mit Verkehrsobfrau Angelika Wildbredt an der Spitze habe sich wieder einmal gelohnt, sagte Rektorin Heike Röhl. Ausdrücklich würdigte sie die tatkräftige Unterstützung aus der Elternschaft: „Ohne diese Hilfe wäre eine Veranstaltung in einem so großen Rahmen nicht möglich.“ Bevor sich die Kinder aber in den Parcours begaben, gab’s zunächst ein Ständchen und Blumen für die Rektorin: Heike Röhl feierte am Montag ihren Geburtstag.
Auf dem Schulhof stellten die beiden dritten Klassen dann unter Beweis, was sie über mehrere Wochen hinweg im Lernbereich „Mobilität“ trainiert hatten: Es galt, den Fahrrad-Parcours möglichst fehlerfrei zu bewältigen. Die Viertklässler fuhren einen Rundkurs um das Schulgelände und bewiesen, dass sie sich sicher im echten Straßenverkehr bewegen können. An den Start gehen konnte aber nur, wer zuvor eine theoretische Prüfung abgelegt hatte. „Dafür musste kräftig geübt werden, sonst hätte kaum jemand bestanden“, erläuterte Röhl.
Die Erst- und Zweitklässler konnten beim Verkehrsaktionstag ihre Geschicklichkeit beim Roller- und Bewegungsparcours zeigen. Anschließend hatten alle ihren Spaß bei der Aufführung der Polizei-Puppenbühne. Mit zwei schwarzen Boxen überraschte Peter Wildbredt, Vorsitzender der Verkehrswacht im Landkreis, die Kinder in einem Klassenzimmer. In den Kisten war eine Verkehrsszene bei Dämmerung aufgebaut. Erst beim Einschalten des Lichts wurde ein schwarzer Hund auf der Straße sichtbar. „Man muss im Straßenverkehr gesehen werden“, führte Wildbredt den Schülern den Sinn von Reflektoren und heller Kleidung vor Augen.
