WILDESHAUSEN - „Aktion Tagwerk“ und „Schüler Helfen Leben“ organisieren den Sozialen Tag. Viele Kinder und Jugendliche nahmen teil.

von marlene meyer

WILDESHAUSEN - Statt Mathe, Deutsch und Englisch stand gestern auch für viele Wildeshauser Schüler etwas anderes auf dem Stundenplan. Sie kellnerten mähten den Rasen oder strichen Wände. Der Grund dafür war der Soziale Tag, den die Organisationen „Schüler Helfen Leben“ und „Aktion Tagwerk“ am 22. Juni erstmalig in ganz Deutschland organisierten.

Bundesweit nahmen rund 1850 Schulen an der Aktion teil, darunter auch das Gymnasium Wildeshausen mit mehr als 230 Schülern. Die Realschule konnte wegen eines Studientages für alle Schüler aufgrund der mündlichen Prüfungen in den zehnten Klassen nicht teilnehmen. Die Hauptschule organisierte in diesem Jahr bereits einige andere umfangreiche Projekte und nahm daher auch nicht am Sozialen Tag teil.

Das Geld, das die Schüler gestern verdienten, fließt in Projekte der Aktion „Schüler Helfen Leben“, die für die Organisation des Sozialen Tages in Niedersachsen zuständig ist. Die eine Hälfte der Spenden wird zur langfristigen Absicherung laufender Projekte verwendet. Die andere soll zum Beispiel die Einrichtung einer Tagesstätte für behinderte Kinder in Maglaj in Bosnien-Herzegowina ermöglichen. Auch der Bau eines Jugendzentrums gegen Rechtsextremismus in Novi Sad (Serbien-Montenegro) gehört zu den angestrebten Projekten. Seit 1992 betreute „Schüler Helfen Leben“ insgesamt 120 Projekte.

Über die Verwendung der Gelder konnten die Schüler übrigens selbst entscheiden. Jede Schule hatte nämlich die Gelegenheit, einen Delegierten zu einem der jeweiligen Projektauswahltreffen zu schicken.