Wildeshausen - „Das ist eine gute Sache“, findet Rike Blume. Die 18-jährige Schülerin hat am Dienstag bei den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg (BBS) in Wildeshausen zum ersten Mal Blut gespendet. Dabei hat sie sich auch gleich als potenzielle Stammzellspenderin typisieren lassen.
Rike Blume ist an diesem Tag eine von rund 90 angemeldeten Spenderinnen und Spendern. Seit rund 20 Jahren gibt es in den BBS die Blutspendeaktionen, und seit einigen Jahren werden auch Typisierungsaktionen mit der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) durchgeführt. „Es ist wichtig, junge Leute früh heranzuführen“, sagt Bianca Haesche, Lehrerin der Berufsfachschule (BFS) Pflegeassistenz. So hofft sie, dass die Schüler auch später weiter gerne zur Blutspende gehen. Denn laut Deutsches Rotes Kreuz, das die Blutspendeaktion veranstaltet, gehe die Zahl der Spender zurück.
Organisiert wird die Aktion von den Schülern aus der Pflegeassistenz. Sie machen Werbung, gehen durch die Klassen, sitzen an der Anmeldung und kümmern sich um die Spender. „Das macht Spaß und ist eine gute Sache“, findet die 22-jährige Pflegeassistenzschülerin Rico Haji. Auch ihre 18-jährige Mitschülerin Maria Reichle ist begeistert: „Wir lernen dabei sehr viel.“
Um die Verpflegung der Spender kümmern sich die Schüler der BFS Gastronomie. Hier können sie üben, zeitversetzt für viele Menschen Essen vorzubereiten. Und auch für die Spender ist das ein schönes Gefühl. „Die Schüler werden sonst nicht so bewirtet“, sagt Cäcilia Kalkhoff, Lehrerin bei der BFS Gastronomie.
Auch am Mittwoch können die Schülerinnen und Schüler noch zur Blutspende. Auf der Liste stehen wieder rund 90 angemeldete Spender. „Die Schüler sind die Zielgruppe“, sagt Haesche. Wenn aber etwa ein ehemaliger Schüler spontan vorbeikomme und spenden wolle, werde niemand abgewiesen.
