WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/KB - Die öffentlichen Gedankenspiele von Landrat Frank Eger über den Standort des neuen Fachgymnasiums Gesundheit, Wirtschaft und Soziales in Wildeshausen hat den Förderverein der Hauptschule auf den Plan gerufen.

Eger hatte nach einem Gespräch mit Bürgermeister Franz Duin die Verlagerung der Hauptschule von der Humboldtstraße an einen anderen Standort und den Einzug des Fachgymnasiums in deren Räume als eine mögliche Option genannt (NWZ vom 2. Februar).

Es sei sicher notwendig, sich Gedanken über die richtige Anbindung der Fachgymnasien an bestehende Strukturen zu machen, aber die Auswirkung öffentlich geäußerter Überlegungen dazu sollte wohl überlegt sein, schreibt der 2. Vorsitzende des Fördervereins, Gerd Jacoby, in einem offenen Brief an den Landrat.

Als die Orientierungsstufe eingerichtet wurde, habe die Hauptschule ihr Gebäude abgeben müssen und jahrzehntelang zwischen zwei größeren Nachbarn ein Schattendasein geführt. Jetzt seien etliche Investitionen geflossen, die HS habe endlich wieder ein eigenes Gebäude und eine eigene Mensa bekommen. Allen bisherigen Äußerungen zufolge habe die Hauptschule hoffen dürfen, dass sie in der Neugestaltung Unterstützung findet, und in diesem Gefühl habe sie angefangen, mit stärkeren Kontakten zu Partnerbetrieben und in Eigenarbeit die Außenanlagen zu gestalten und eine Identität aufzubauen. „Und nun soll sie schon wieder verschwinden?“, fragt Jacoby den Landrat. „Was Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Hauptschule brauchen, ist

Geborgenheit und Ruhe zum Arbeiten, nicht aber das Gefühl, bald die Koffer für den nächsten Umzug packen zu müssen“, heißt es zum Abschluss in dem offenen Brief.