WILDESHAUSEN - Eine Klasse der BBS Wildeshausen hat die Hütte erstellt. Sie erlaubt Radlern und Naturliebhabern eine einzigartige Beobachtungsrunde.

Von Stefan Idel

WILDESHAUSEN - Die Idylle ist einmalig: In einer Steilwand an einem Hunte-Nebengraben lebt der Eisvogel, das Sumpfgebiet nutzen Insekten und Wildvögel. „In dem aufgestauten Graben haben Angler schon riesige Hechte gefangen“, berichtet Bernd Lögering , der Leiter des Amtes für Naturschutz des Landkreises Oldenburg. Die Rede ist vom Quell- und Feuchtwiesenprojekt des Kreises zwischen Bühren und Garmhausen bei Wildeshausen. Vor zehn Jahren wurde die etwa 60 Hektar große Fläche erworben. Nun haben Naturliebhaber eine noch bessere Möglichkeit, die Idylle zu genießen: Gestern wurde offiziell eine Beobachtungsplattform in der Nähe der Kreisstraße 248 eröffnet.

Die Plattform aus Eichenholz bauten neun Schüler einer BGJ-Klasse der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen. „Über Monate wurden Pläne erarbeitet. Viele sind nach Schulschluss extra länger geblieben, um das Projekt voranzutreiben“, sagte Gerold Lange, Fachpraxislehrer für Bautechnik. Für die Statik zeichnete Uwe Beckmann vom Landkreis Oldenburg verantwortlich. Die Firma Rang erstellte das Fundament zu besonderen Konditionen. Gefördert wurde das Projekt mit 2500 Euro von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Nach Angaben Langes haben die beteiligten Schüler inzwischen alle einen Ausbildungsplatz erhalten.

Zur Einweihung der Plattform waren neben Lange und einigen Schülern auch Landrat Frank Eger, der Kreis-Landschaftsbeauftragte Heiko Wittrock, der Wildeshauser LzO-Direktor Hans-Jürgen Pooch, Iris Gallmeister vom Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest, BBS-Schulleiter Gerhard Albers, Horst Burghardt (BBS-Koordinator Bautechnik) sowie die Pächter Maik und Sonja Plate und Reiner Logemann gekommen. „Wir wollen nicht verschweigen, dass wir hier so ein tolles Kleinod haben“, sagte Naturschützer Lögering. „Aber die Hütte ist zum Gucken, nicht zum Feiern“, betonte Eger. Denn gerade in der Brut- und Setzzeit dürfe das Gebiet nicht betreten werden. Das weiß offenbar auch eine Eule, die ebenfalls schon die Plattform für sich entdeckt hat.