WILDESHAUSEN - Ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit in Wildeshausen: Seit Freitagfrüh nehmen alle Schulen der Kreisstadt an dem Projekt „Schulexpress“ teil. Von nunmehr insgesamt 14 Stationen im Stadtgebiet können die Jugendlichen in kleinen Gruppen zu Fuß oder mit dem Rad zu ihrer jeweiligen Schule starten. Ziel sei es, den Autoverkehr vor den Schulen deutlich zu entzerren, erläuterte Rolf Quickert, Verkehrssicherheitsberater der Polizei.

Bereits seit dem vergangenen Jahr beteiligen sich die Grundschulen und die Hunteschule an dem Projekt. Am Freitag schlossen sich Hauptschule, Realschule und Gymnasium an. Zum Start enthüllten Tom-Ole (12), Julius (11), Laura (9) und Hauke (8) im Nebel ein neues „Schulexpress“-Schild an der Bargloyer Straße beim Netto-Markt. „Ich fahre immer mit Freunden zur Schule“, verriet Realschüler Tom-Ole. Am Freitag machten die Schulleiter Thomas Trüper (Hunteschule), Dorit Hielscher (Hauptschule), Steffen Akkermann (Realschule), Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, die Elternvertreter Jens Pfänder, Bert Mennenga (Hauptschule), Petra Debbeler (Wallschule), Lothar Schulz (Holbein), Barbara von Stein (St.-Peter-Schule) und Detlef Mentel vom Stadtelternrat die Tour zur Schule mit. Pfänder dankte insbesondere Gerd und Ingeborg Jacoby vom Arbeitskreis Schulwegsicherheit für die Unterstützung. Bei der Ausarbeitung der empfohlenen Routen hätten sich die Elternvertreter viel

von den Grundschulen abgeschaut. Einige „Haltestellen“ wurden verlegt, einige kamen neu hinzu. Die Polizei werde den „Schulexpress“ weiterhin begleiten. Auch Verena Nölle, die das Projekt in Bremen-Borgfeld als Modell für die Region angestoßen hatte, kam in die Kreisstadt. Inzwischen gäbe es 50 Schulen auf der „Schulexpress-Landkarte“.