WILDESHAUSEN - Die Schüler des Wildeshauser Gymnasiums waren bei „Jugend forscht“ erfolgreich. Sie setzten ihre Ideen gekonnt um.
Von Carsten Bickschlag
WILDESHAUSEN - Comic-Figur Daniel Düsentrieb – seines Zeichens Erfinder – hätte an den Schülern des Wildeshauser Gymnasiums seine helle Freude. Ein vollautomatisiertes Klassenzimmer, ein Kerzenauspuster und ein Lernprogramm für Abiturienten waren das Ergebnis monatelanger Tüfteleien der AG-Teilnehmer unter der Leitung von Lehrer Karsten Sudholz. Sie bewarben sich mit ihren Projekten für den Wettbewerb „Jugend forscht“. Und das mit Erfolg: In drei Gruppen waren sie beim Regionalentscheid angetreten und belegten einen ersten und zwei zweite Plätze.Lasse Oetke aus Harpstedt und Alexander Theile aus Wildeshausen nervten die ständigen Nörgeleien der Mitschüler über das richtige Raumklima im Klassenzimmer: Rollo auf oder zu, Heizung an oder aus, Fenster offen oder geschlossen. Daher entwickelten sie ein Klassenzimmer, das vollautomatisch auf die wetterbedingten Einflüsse reagiert. Per Sensoren werden die Daten der Sonneneinstrahlung und der Raumtemperatur erfasst. Der Computer sammelt die Daten und regelt die Rolläden- und Heizungsfunktion selbst. Dargestellt haben die Achtklässler ihr Projekt an einem Modell. „Es würde aber auch für einen realen Klassenraum funktionieren“, sind Oetke und Theile überzeugt.
Ihre Idee zu einem Kerzenauspuster hatten die beiden 14-jährigen Wildeshauserinnen Hannah Gryczan und Nicola Eger, als sie zur Weihnachtszeit die zahlreichen Kerzen in der Alexanderkirche löschen sollten. Das muss auch einfacher gehen, dachten sich die beiden. Durch Impulse eines Lautsprechermembrans entweicht aus einem Rohr ein gezielter kreisförmiger Luftstrahl. „Dieser bläst eine Kerze in sieben Meter Entfernung aus“, sagt Nicola Eger. Und Hannah Gryczan ergänzt: „Zudem ist diese Methode absolut ungefährlich.“ Mit der Erfindung werden die beiden Mädchen im März beim Landesentscheid in Oldenburg antreten.
Manuel Jung (18) aus Wildeshausen, Adrian Debbeler (19) aus Dötlingen und Justin Heinermann (19) aus Großenkneten stecken gerade im Abiturstress. Dabei haben sie festgestellt, dass es kein zufriedenstellendes Programm im Internet zur Abi-Vorbereitung gibt. Kurzerhand entwickelten sie selber ein interaktives Lernprogramm für das Internet – den Abi-Helfer.
