Wildeshausen - Es wurde argumentiert, beraten und verhandelt: Am Freitagvormittag drehte sich bei den Zehntklässlern des Wildeshauser Gymnasiums alles um die Arbeit der Europäischen Kommission.
Angeleitet wurden die 15-bis 17-Jährigen von Ruben Kubiak, der die Schule im Rahmen des Projekts „Back to school“ besuchte. Dabei kann ein Mitarbeiter einer europäischen Institution einen Tag in der eigenen Schule verbringen. So auch Ruben Kubiak: 2004 machte er sein Abitur am Gymnasium Wildeshausen. „Die Stühle sind neu und insgesamt ist es hier größer geworden“, stellte der EU-Beamte Unterschiede zu seiner Schulzeit fest. „Es gibt natürlich auch viele neue Lehrer, aber ich hab’ auch schon ein paar alte gesehen.“ Zu den neuen Lehrern zählt auch Heiner Krieger, der zusammen mit Kubiak Abitur machte. „Wir stehen noch regelmäßig in Kontakt“, erklärte Ruben Kubiak. Gemeinsam mit dem Politiklehrer habe er auch die Teilnahme am Projekt geplant.
Für die Schüler bedeutete der Besuch ein persönlicher Einblick in die Politik der Europäischen Kommission. Im Fokus standen besonders aktuelle Themen wie zum Beispiel TTIP. In einem Rollenspiel konnten die Zehntklässler sowohl aus der amerikanischen als auch aus der Sicht der Europäischen Union selbst Position beziehen und Kompromisse erarbeiten.
Bereits vorab hatten sich die Jugendlichen mit dem Thema im Politikunterricht auseinandergesetzt: „In der zehnten Klasse behandeln wir das Thema „Die Europäische Union“ und dann haben sie auch die entsprechenden Hintergründe“, so der Fachlehrer. Der interaktive Vortrag von Ruben Kubiak vertiefe zum einen die Schulkenntnisse und wecke zum anderen auch das Interesse an einem Beruf in einer Europäischen Institution.
Bereits zum dritten Mal besuchte Kubiak am Freitag seine alte Schule: „In den vergangenen Jahren haben sich nach dem Vortrag immer einige Schüler für den Beruf des EU-Beamten interessiert“, weiß er aus Erfahrung. Sein Tipp: „Den Berufswunsch einfach im Kopf behalten.“
