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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Mit starken Worten Ungehörten eine Stimme geben

11.02.2020

Wilhelmshaven Für ihre herausragenden Leistungen in den Studiengängen Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven ist die Studentin Heba Alkadri aus Syrien jetzt mit dem DAAD-Preis 2019 (Deutscher Akademischer Austauschdienst) ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns sehr, dass Heba Alkadri für den DAAD-Preis vorgeschlagen wurde. Ich habe sie als sehr engagierte junge Frau kennengelernt, die in kurzer Zeit sehr gut Deutsch gelernt hat und nun durch ihre journalistische Arbeit wichtige Beiträge leistet zur besseren deutsch-syrischen Verständigung“, sagt Andrea Menn, Leiterin des International Office an der Jade Hochschule.

„Schreiben ist für mich Leidenschaft, Begeisterung und Kunst. Mein Schwerpunkt liegt in den gesellschaftlichen kulturellen Themen“, sagt Heba Alkadri. Gebürtig kommt die junge Frau aus der Nähe von Damaskus.

Seit 2016 ist Alkadri in Wilhelmshaven und hat nach einem Vorbereitungssemester das Studium an der Jade Hochschule aufgenommen. „In Seminaren über Fernsehen, Online und Print sammelte ich erste praktische Erfahrungen durch das Verfassen von eigenen Texten oder die Erstellung eines kleinen Filmbeitrags. Das vierte Semester, nämlich mein Praxissemester, habe ich bei der Wilhelmshavener Zeitung sowie bei der taz in Berlin absolviert.“

Bei der Wilhelmshavener Zeitung konnte sie eine Artikelserie über Kriegs- und Fluchterfahrungen von Deutschen, Afrikanern und Arabern veröffentlichen. „In Deutschland genieße ich die Pressefreiheit und schätze sie. Meine Blickwinkel sind meine Stärke. Dadurch möchte ich neue Perspektiven in die Medien bringen und den Leuten eine Stimme geben, die sonst ungehört bleiben.“

„Ich erlebe Heba Alkadri als eine herausragend engagierte junge Frau, die mit extrem viel Mut, Fleiß und Ehrgeiz gegen alle Widerstände für ihre Ausbildung kämpft“, sagt Alkadris Dozentin Alice Düwel, die die junge Frau für den DAAD-Preis vorschlug. „Deutschland gibt mir das Gefühl der Sicherheit. Mit Geduld und Humor kann man alle Hindernisse überwinden. Doch von Null anzufangen ist nie leicht. In Deutschland hat man viele Optionen – und mehrere Chancen. Ich habe das Gefühl, dass man in Deutschland erntet, was man sät. Das Stipendium könnte ein Beweis dafür sein“, resümiert Düwel.

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