Oldenburg - Eines seiner ehrgeizigen Ziele will Hans Peter Heyer (64) im Jahr seines Abschieds als Geschäftsführer erreichen: Die Volkshochschule (VHS) Oldenburg könnte 2013 erstmals die Zahl von 30 000 Kursteilnehmern (2012: 28 412) erreichen. „Wir sind jedenfalls sehr optimistisch“, berichtet der Vorstandsvorsitzende der VHS Oldenburg, Dieter Boll, anlässlich der Verabschiedung Heyers in den Ruhestand am Freitag. Mehr als 20 Jahre hat der gebürtige Mönchengladbacher die VHS geführt.
Den Erfolg von Heyers Amtszeit spiegeln nicht nur steigende Anmeldezahlen und die guten Resultate der Kunden-Befragungen wider. Mit einer Eigenfinanzierungsquote von 70 Prozent im klassischen Kurs-Programm müsse die VHS Oldenburg keinen Vergleich scheuen. „Das ist wohl bundesweit ein Spitzenwert“, schätzt Boll.
Die erfolgreiche Entwicklung unterstreicht der Umzug vom Waffenplatz in den Neubau Karlstraße vor drei Jahren. „Ein Leuchtturm in der bundesweiten Bildungslandschaft“, sagt Boll. Einrichtungen aus dem In- und Ausland ließen sich von Oldenburger Kollegen beraten. „In der Übermorgen-Stadt sind wir eine Übermorgen-VHS“, sagt Heyer selbstbewusst.
Angesichts sinkender Zuschüsse der öffentlichen Hand mussten die Erfolge hart erarbeitet werden. „1995 waren wir gezwungen, einen Haustarif einzuführen, der 20 Prozent unter dem Kommunaltarif lag“, erinnert sich Boll. Die Bezahlung der Dozenten liege aktuell „auf dem Niveau von 1990“.
Wenn Heyer zum 30. Juni offiziell aus dem Dienst scheidet, übernehmen die stellvertretende Direktorin Jana Blaney und der Leiter der Finanzabteilung, Christian Wassrodt bis zur endgültigen Neubesetzung gemeinsam die kommissarische Leitung der VHS. Zumindest als „passionierter Wein-, Regionalmessen- und Ausstellungsbesucher“ will Heyer der VHS aber auf jeden Fall erhalten bleiben.
