Ihre Hausaufgaben in Sachen Kita-Betreuung hat die Stadt Varel gemacht, viel in neue Einrichtungen und Krippenplätze investiert. Ein „Ungenügend“ gibt es von den Eltern hingegen für die Ferienbetreuung und die Betreuung von Schulkindern am Nachmittag.
Vorrangige Aufgabe muss es jetzt sein, den Bedarf zu klären, der vielschichtig sein dürfte. Die einen Eltern wünschen qualitativ hochwertige Betreuung, die auch ruhig ein paar Euro mehr kosten darf, andere brauchen günstige Betreuung, damit sich die Berufstätigkeit überhaupt lohnt. Auch muss geklärt werden, ob es für geplante Aktionen wie Betreuung am Sonnabend, damit Mama und Papa in Ruhe einkaufen gehen können, überhaupt Bedarf gibt.
Eine in die Ferien und den Nachmittag ausgeweitete Kinderbetreuung kostet Geld, das die Kommunen nicht alleine aufbringen können. Hier ist die Wirtschaft gefragt, die durch finanzielles Engagement oder auch die Einrichtung von Betriebs-Kitas Eltern die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen kann. Damit kann sich Varel als attraktive und familienfreundliche Kommune im Wettbewerb um Fachkräfte und neue Familien besser behaupten.
