Nordenham - Angelika Zöllner ist selbst Stammgast im Mehrgenerationenhaus an der Viktoriastraße. Als sie am Freitag in ihrer Funktion als stellvertretende Bürgermeisterin eine Rede zum Tag der Generationen hielt, erzählte sie von einer Frau, die eigentlich nur zum täglichen Mittagstisch in die Einrichtung kommen wollte. Inzwischen sei diese Frau in der Sprachförderung tätig. Beispiele wie diese zeigen, dass im Mehrgenerationenhaus nicht nur Jung und Alt zusammenkommen, sondern dass Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle spielen. Und dass jeder Mensch ein Geschenk ist.

Dieses Zitat, das wohl von Don Bosco, einem italienischen Seelsorger, stammt, hatte der Vorsitzende der Kreiscaritas, Ludger Abeln, für den Tag der Generationen gewählt. Die stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen betonte, dass das Mehrgenerationenhaus eine zentrale Rolle für das Gemeinschaftsleben der Stadt spielt. Sie sei sicher, dass der Landkreis die Einrichtung auch weiterhin finanziell unterstützen werde. Angelika Zöllner stellte ebenfalls in Aussicht, dass die Stadt das Mehrgenerationenhaus weiterhin bezuschusst.

Bärbel Stührenberg, die neben Dr. Rainer Menge Patin der Einrichtung ist, sagte, dass die Menschen im Mehrgenerationenhaus nicht nur Gesellschaft, sondern bei Bedarf auch Trost und Zuspruch finden können. Das Haus ermögliche Begegnungen jeglicher Art, die die Lebensqualität erhöhen. Sie freue sich, dass sich das Haus seit seiner Gründung im Jahre 2007 so gut entwickelt hat. Alle Redner bedankten sich bei den Hauptamtlichen und bei den rund 70 Ehrenamtlichen, die hier tätig sind.

Natürlich wurde nicht geredet am Tag der Generationen. Ein buntes Programm wartete auf die Besucher. Den Anfang machten am Morgen Kinder aus der Nordschule. Sie sangen für die Besucher. Einige Mädchen führten einen Tanz auf und ernteten dafür jede Menge Beifall. Den ganzen Tag über gab es Darbietungen von vielen verschiedenen Gruppen.

Im Innenhof hatten verschiedene Kooperationspartner des Mehrgenerationenhauses Stände aufgebaut. Die Wollmäuse verkauften selbst gestrickte Mützen, Socken und sogar Bikinis. Am Stand des Kinderschutzbundes konnten die Mädchen und Jungen basteln. Die Frauen des Freundeskreises Jekami luden zum Spiel „Der heiße Draht“ ein. In der Werkstatt konnten die jungen Besucher unter der Anleitung von Harry Barwich basteln. Außerdem konnten die Besucher am Glücksrad drehen. Den ganzen Tag über gab es viel zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu bestaunen – und zwar für Jung und Alt – so wie es sein soll in einem Mehrgenerationenhaus.