WüSTING - WÜSTING/KRK - Mit ihrer Version der Geschichte vom „groten Bökenboom bi mien Fründ in ’n Gaarn“ überzeugte gestern die zehnjährige Sarah Suhr die Jury des Vorlesewettbewerbs in der Grundschule Wüsting. „Sarah hat bei allen Kriterien gut abgeschnitten“, sagte Jutta Seetzen, die zuvor gemeinsam mit Lore Spreen und Hanna Riesmeier die plattdeutsche Leseleistung der zwölf angetretenen Viertklässler beurteilt hatte. Besonders habe die Jury auf die Natürlichkeit des Platts, auf eine gute Betonung und das fehlerfreie Lesen geachtet, so Jutta Seetzen.

Neben Sarah Suhr, die jetzt die Wüstinger beim Kreiswettbewerb vertreten wird, zeichneten sich auch die anderen Schüler durch ihre gelungenen Vorträge aus. So wurde die zehnjährige Elena Brinkmann mit „De Wiehnachtsgeschicht“ zweite Siegerin. Den dritten Platz holte die neunjährige Fentke Stolle, Platz vier teilten sich die ebenfalls neunjährigen Vanessa Linke und Louisa Wiebezieck.

Mit leeren Händen ging ohnehin niemand nach Hause. Denn alle erhielten ein Buch („Steffi lehrnt Platt“). Dazu gab es für jeden Teilnehmer eine Urkunde.

Lehrerin Elka Lange zeigte sich mit den Leistungen ihrer Schüler zufrieden. Und auch die Kinder, die sie ein halbes Jahr lang in der Plattdeutsch AG betreut hatte, erinnern sich gerne an die vergangenen Monate zurück. „Die Geschichten, die wir geübt haben, die haben viel Spaß gemacht“, sagte zum Beispiel die neunjährige Vanessa. „Und die Zahlen auch. Frau Lange hat uns immer Zahlen auf Plattdeutsch gesagt und wir mussten raten, welche das sind“, erinnert sich die zehnjährige Elena zurück.

Darüber hinaus habe das spielerische Erlernen von plattdeutschen Begriffen, zum Beispiel von Körperteilen, auf dem Stundenplan gestanden. Und zu Weihnachten habe man plattdeutsche Lieder eingeübt, so die Lehrerin. Aus drei Texten – „Dat Boomhuus“, „De kloke Kohsteert“ und „De Wiehnachtsgeschicht“ – durften sich die Kinder schließlich einen aussuchen, um ihn beim Lesewettbewerb vorzutragen.

Ob die Gewinnerin Sarah sich auch auf Kreisebene durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. „Immerhin hatten wir schon zweimal Schüler, die es bis ins Landesfinale geschafft haben“, erinnert sich Elka Lange. Den Schulentscheid zu gewinnen, sei aber ja schon ein toller Erfolg.