WüSTING - Am 2. Mai 1980 wurde mit zwei Gruppen gestartet. Zuvor gab es Spielkreise im Gemeindehaus Wüsting und der alten Holler Schule.

Von Benno Hespe

WÜSTING - Eine riesige bunte Schleife ziert seit einigen Tagen den Eingang zum Wüstinger Kindergarten. Grund ist das 25-jährige Bestehen dieser gemeindlichen Einrichtung, die aus den früheren Spielkreisen Holle und Wüsting hervorging. Dieses Jubiläum soll am Sonnabend, 21. Mai, von 11 bis 17 Uhr mit einem bunten Programm, zu dem alle Einwohner eingeladen sind, gefeiert werden.

Bevor der Kindergarten seine Pforten öffnete, wurden die Kleinen in der alten Holler Schule und im Gemeindehaus bei der Heilig-Geist-Kapelle in Wüsting betreut. In der beim früheren Wüstinger Rathaus geschaffenen Einrichtung begann das Kindergartenleben am 2. Mai 1980 in zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern. Um sie kümmerten sich Renate Fuhrken als Leiterin sowie die aus den Spielkreisen übernommenen Mitarbeiterinnen Erika Carstens, Helga Neugebauer und Hanna Riesmeyer.

Wegen der stetig steigenden Zahl an Kindern wurde der Kindergarten ständig durch Erweiterungen und Anbauten den Bedürfnissen angepasst. Im Jahre 1990 kam eine neue Gruppe mit 25 Kindern hinzu. Als zusätzliche Kräfte wurden damals Regina Brumund und Sabine Seelking eingestellt. Eine große Erweiterung, unter anderem mit Cafeteria, Turnhalle und weiteren Räumen, erfolgte im Jahre 1995. Die Gesamtzahl der Kinder stieg um weitere 25 auf 90 an.

Auch wurde 1995 die konzeptionelle Arbeit auf das offene Konzept mit Gruppenbildung umgestellt. Gruppenräume wurden zum Vorteil der Entwicklung der Kinder zu Funktionsräumen umgestaltet. Vor fünf Jahren gab es einen Zuwachs um zehn auf insgesamt 100 Kinder. Damit war die Kapazität ausgeschöpft. Als dann 2002 Dreijährige im Vormittagsbereich aufgenommen werden mussten, wurde diese 25-köpfige Gruppe in einer „Filiale“ im Hause Wiechmann-Gall untergebracht.

Heute sind es insgesamt 125 Kinder, die von elf Mitarbeiterinnen vormittags betreut werden. Nachmittagsgruppen waren in Wüsting kaum gefragt, es gab wohl mal Eingewöhnungsgruppen. Die Entwicklung des Kindergartens und auch die der Kinder haben die Leiterin Renate Fuhrken und Erika Carstens von Anfang an begleitet. Wegen der rückläufigen Kinderzahl besuchen vom 1. August dieses Jahres an 100 Jungen und Mädchen den Kindergarten, weitere 15 finden Platz in einer neuen Kinderkrippe.

Wenn am kommenden Sonnabend im Anschluss an den offiziellen Teil der Kindergarten allen Besuchern offen steht, werden auch Mütter und Väter dabei sein, die vor 25 Jahren zu den ersten Kindergartenkindern gehört haben mögen. Sie alle erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit Singen, Spielen, Basteln, Tanz und vielen interessanten Erinnerungen.