WüSTING - Letztmals in diesem Jahr hat Hudes Bürgermeister Axel Jahnz am Freitag dienstlich zum Spaten gegriffen: Gemeinsam mit Martin Gerdes-Röben, Harry Beutler und Jürgen Boyn von der Aktionsgemeinschaft für Hude (AGfH) sowie Baumschulinhaber Lars Siefken brachte er im Wendehammer der Wilhelm-Noll-Straße in Wüsting eine etwa 20 Jahre alte und acht Meter hohe Baum-Hasel in die Erde. Die Vorarbeiten hatte der Bauhof der Gemeinde Hude geleistet.
Der repräsentative Baum, an dem essbare Nüsse heranreifen, gilt als trockenresistent und frei von Krankheiten und Insektenbefall. Er kann eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. Die Baumschule Siefken hat ihn zur 777-Jahr-Feier gestiftet.
777 Bäume und Sträucher sollten zum Gemeindejubiläum gepflanzt werden – dieses Ziel wurde weit übertroffen. Insgesamt wurden im Gemeindegebiet 123 Bäume und 1237 Sträucher gepflanzt. Die größten Pflanzaktionen fanden am Wanderweg Huder Bach (15 Bäume, 140 Sträucher), im Wohngebiet „Hinter den Möörten“ in Wüsting (27 Bäume, 603 Sträucher), auf der Freifläche Huder Bach/Hamburger Straße (sieben Bäume, 20 Sträucher), an der Peter-Ustinov-Schule (ein Baum, 54 Sträucher) sowie auf verschiedenen Spielplätzen (20 Bäume, 360 Sträucher) statt. „Die Bilanz fällt sehr positiv aus“, freut sich Bürgermeister Axel Jahnz.
„Wir sind froh darüber, dass die Gemeinde unsere Idee in dieser hervorragenden Weise aufgegriffen hat“, sagt AGfH-Vorstandsmitglied Martin Gerdes-Röben. 48 Bäume haben private Grundstückseigentümer mit Unterstützung der AGfH, die insgesamt 2000 Euro für die Aktion zur Verfügung gestellt hat, gepflanzt.
Fachbereichsleiter Uwe Schubert schätzt, dass rund 10 000 Euro in die Begrünung der Gemeinde investiert worden sind. Allein 1500 Euro ist die Baum-Hasel der Baumschule Siefken wert – „im ökologischen Sinn ist der Baum unbezahlbar“, betont Lars Siefken nicht von ungefähr. Denn die Gemeinde Hude versteht ihre Pflanzaktion bewusst als aktiven Beitrag zum Klimaschutz. „Gleichzeitig sollte das Bewusstsein verstärkt werden, dass die Erhaltung und die weitere Ergänzung der natürlichen Ressourcen von besonderer Bedeutung sind“, so Uwe Schubert.
„Wir danken allen, die an der Aktion mitgewirkt haben und uns unterstützt haben“, sagt Bürgermeister Axel Jahnz. Er hofft nun auf Nachahmer: „Mit dem Pflanzen eines Baumes und dem Begrünen von Sichtblenden kann jeder Grundstücksbesitzer einen eigenen kleinen Beitrag gegen die fortschreitende Umweltbelastung leisten. Auch auf die kleinen Aktionen vor Ort kommt es beim Gesamtthema Klimaschutz an.“
