Ramsloh - „Wie finde ich Rezepte im Internet?“, „Wie kann ich Fotos von der Kamera auf den Computer laden?“ und „Wie kann ich Bilder bearbeiten?“ waren nur einige Fragen der Senioren, die ihnen die Zehntklässler der Hauptschule am Donnerstag beantworteten.

Zum zweiten Mal hat der Seniorenbeirat Saterland in Kooperation mit dem Schulzentrum Saterland den Kursus „Schüler schulen Senioren am PC“ angeboten. Die Leitung hatte Gunnar Norda, Klassenlehrer der 10H.

Bei der Anmeldung mussten die Senioren zuvor angeben, welche Themen die Schüler mit ihnen behandeln sollen. Viele der älteren Mitbürger wollten zunächst erst einmal Grundkenntnisse am Computer erwerben. Nach einer kurzen Einleitung durch Wilhelm Evers, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates, sowie durch Norda, wurden die Schüler den Senioren zugeordnet. Insgesamt nahmen 15 Zehntklässler daran teil. Zusammen mit Evers und Renate Dettmers, Schriftführerin des Beirates, waren es 15 Senioren, die geschult werden wollten.

„Ich möchte Grundkenntnisse erwerben“, sagte Regina Pahlke aus Strücklingen, die zusammen mit Schülerin Karolin Kelo vor dem Bildschirm saß. Die Seniorin interessiere sich außerdem dafür, wie sie Backrezepte im Internet finden kann. Einen Computer habe die Strücklingerin Zuhause nicht. Sie denke aber darüber nach, sich einen Laptop zu holen.

Karl-Heinz Pahlke aus Strücklingen hatte sich ebenfalls für eine Einführung am Computer entschieden. „Ich besitze noch keine Kenntnisse“, sagte er. Auch er habe noch keinen PC Zuhause. Ihn betreute am Donnerstag Patrick Stammermann. Angst davor, Fragen des Seniors nicht beantworten zu können, habe er nicht. „Was ich nicht weiß, weiß ich nicht“, sagte er.

Und genau diese Aussage machte auch zu Beginn des Kurses Klassenlehrer Norda. „Sie dürfen keine Wunder von den Schülern erwarten“, richtete er sich an die Senioren. „Sie können Ihnen nur das vermitteln, was sie auch wissen.“

Evers sah den Kursus als ein Zusammentreffen der jungen und älteren Generation. „Sie kommen sich hier näher. Der Computer als Medium ist der Jugend ja bekannt. Früher haben die Älteren den Jüngeren etwas beigebracht. Jetzt können auch die Älteren etwas von den Jungen lernen, die noch zur Schule gehen“, sagte Evers.

Der Kursus fand von 10.45 bis 13 Uhr statt. Zwischendurch gab es eine Pause, in der mit einer Dose um einen kleinen Obolus gebeten wurde. „Zum einen soll er der Schule und zum anderen der Klasse für zum Beispiel Klassenfahrten zugute kommen. Denn wir dürfen ja die Computer benutzen“, sagte Evers.