Hundsmühlen - Mal ohne Eltern sein, länger aufbleiben und im Zelt schlafen ist toll, lautet das Fazit der jungen Zeltstadtbewohner auf dem Schulhof der Hundsmühler Grundschule. Wie schon in den vergangenen 39 Jahren bildet das traditionelle Zeltlager für sieben bis 13-jährige Kinder den krönenden Abschluss der Sommerferien. Als Teil der Wardenburger Ferienpassaktion richteten ehrenamtliche Mitarbeiter des Hundsmühler Turnvereins und des Wardenburger THW die Veranstaltung aus. Über 50 Betreuer, darunter 20 Mitglieder der THW Jugend, kümmerten sich um 150 Kinder aus der Gemeinde.

An vier Tagen durfte gespielt, „gequatscht“ und gelacht werden, was das Zeug hielt. Wer wollte, konnte an zahlreichen Aktionen teilnehmen. Neben Basteln, Filmabend, Nachtwanderung und Schwimmen stand eine neuzeitliche „Schnitzeljagd“ in Form einer QR–Code–Rallye auf dem Programm. Am Sonnabend gab es eine fetzige Disco in der Turnhalle.

Als einer der Organisatoren ist Andrea Oeltjebruns seit 35 Jahren dabei. „Es ist ein anstrengendes Wochenende, aber wir freuen uns jedes Jahr auf die nächste Veranstaltung“, berichtete sie strahlend. Ihr Mann Holger Oeltjebruns freut sich über die gute Zusammenarbeit im Team. „Hier gibt es keinen Boss, es läuft alles sehr harmonisch ab“. Im Camp bleibt Platz für Neues und Bewährtes. Das Wichtigste sei, dass sich die Kinder wohl fühlten und nicht „überorganisiert“ seien. Großer Wert werde auf die Sicherheit der Kinder gelegt.

Die Logistik liegt in den Händen des THW. Im Gegensatz zu oft ernsten Einsätzen „macht es immer wieder Freude, die motivierten und glücklichen Kinder zu sehen“, berichtet Dirk Fürst. Gekocht wurde in der Feldküche.

Zehn Schützlinge mussten wegen akutem Heimweh nach Hause. Die tapfere Julia Kirvelis aus Wardenburg hatte sich ihren Finger beim Schwimmen angebrochen. „Ich war nach dem Arztbesuch sofort wieder hier, ich finde das Camp toll“, berichtete sie strahlend.