ZETEL - Die Konzeption genießt bereits einen gewissen Modellcharakter. Insbesondere die Arbeit mit den Kleinsten interessiert Fachleute und Eltern.
Von dagmar de levie
ZETEL - Unter dem Titel „Klein reingehen, groß rauskommen“ haben sich die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Zetel am Dienstagabend mit einer „Rahmenkonzeption für die kommunalen Kindergärten“ in der Gemeinde auseinander gesetzt Erarbeitet worden war sie vor allem von den Kindergärtnerinnen, die dabei von den wissenschaftlichen Beratern Ulrich Paffinger und Ralf Talleur unterstützt wurden.Bürgermeister Heiner Lauxtermann, der die Konzeption bereits im Vorfeld studiert hatte, zeigte sich „hocherfreut über das Ergebnis“ und bezeichnete sie als „gutes Handbuch für die täglich Arbeit in den Kindergärten“.
Vor etwa sechs Jahren, so Kindergartenleiterin Elfriede Mikulka, hatte man in den drei kommunalen Kindergärten Schloss Neuenburg, Grundschule und Südenburg mit der Qualitätsentwicklung begonnen. Das Ziel: Die drei Einrichtungen sollten so schnell wie möglich ein hohes Angebotsniveau erreichen. Entsprechend nutzten die Kindergärtnerinnen Fortbildungsangebote, bauten einen Qualitätszirkel auf. „Unsere Bemühungen haben sich in jeglicher Form sehr positiv ausgewirkt“, sagte Elfriede Mikulka auch im Hinblick auf die Bestrebungen, Zetel zur familienfreundlichen Gemeinde zu entwickeln. Noch sei der Qualitätsentwicklungsprozess nicht abgeschlossen „Wir werden weiterarbeiten“, betonte sie.
Allerdings verhehlte sie in allem Bemühen auch Probleme nicht. Häufiger Personalwechsel wegen Zeitverträgen oder der unzuverlässige Einsatz von Küchenkräften bedingt durch Ein-Euro-Jobs, waren nur zwei der Punkte. Gleichwohl sprach Elfriede Mikulka aber auch von einem hohen Professionalisierungsgrad der Fachkräfte, von Bildungsbereichen auf sehr hohem Niveau. Auch seien Kindergärten in ihren Augen die beste Prävention.
Vor allem hinsichtlich der kleinsten Kindergarten-Besucher herrsche inzwischen ein reges Interesse. Das Informationsbedürfnis sei groß. Auf Grund ihrer Konzeption seien die kommunalen Kindergärten schon jetzt auf dem Weg, zu Modelleinrichtung zu werden.
Weitere Informationen zu der Rahmenkonzeption für die kommunalen Einrichtungen erfahren interessierte Eltern in den drei Kindergärten Südenburg, Astrid-Lindgren-Grundschule und Schloss Neuenburg.
231 Kinder in den einrichtungen
Den Kindergarten im Schloss Neuenburg besuchen 53 Mädchen und Jungen, darunter fünf Integrationskinder.Im Kindergarten in der Astrid-Lindgren-Grundschule Neuenburg werden 85 Mädchen und Jungen betreut, darunter vier Schulkinder.
Den Kindergarten Südenburg in Zetel besuchen 93 Mädchen und Jungen, darunter 15 Kinder unter drei Jahren und fünf Integrationskinder.
Auf rund 40 Seiten wurden in der Rahmenkonzeption unter anderem Themen wie „Der Kindergarten als Präventionsorgan“, „Unser gesetzlicher Auftrag“, „Das Spielen des Kindes“, „Die Rollen der Erzieherin“, die „Kooperation mit Eltern und Grundschule“, „Die Qualität und deren Sicherung“ sowie die „Integration“ behandelt.
Die von den Kindergärtnerinnen erarbeitete Rahmenkonzeption für die kommunalen Kindergärten der Gemeinde Zetel bezeichnete Bürgermeister Heiner Lauxtermann als „gutes Handbuch für die tägliche Arbeit“ in den Einrichtungen“. Zetels Weg zu familienfreundlichen Gemeinde begann vor etwa zwei Jahren.
Weitere Einzelheiten erfahren interessierte Eltern in den drei kommunalen Kindergärten.
