ZETEL - Abschied nehmen heißt es an diesem Dienstag für elf Gastschüler aus England und ihre Lehrer. Fünf Tage lernten sie den Schulalltag und das normale Leben in Deutschland kennen. Durch private Kontakte entwickelte sich zwischen der Haupt- und Realschule Zetel und der Schule Sandhurst ein regelmäßiger Schüleraustausch.
Bereits zum dritten Mal wurden englische Schüler der achten und neunten Klassen aus Sandhurst begrüßt. Durch die Möglichkeiten des Internets war man sich nicht mehr fremd und freute sich nun auf das persönliche kennen lernen. Über ein halbes Jahr lang hatten sich die gleichaltrigen Gastgeber aus Zetel in der Englisch-AG mit den Vorbereitungen beschäftigt.
Buntes Programm
Ein abwechslungsreiches Programm wurde erarbeitet: Empfangsfeier in der Schule mit dem Auftritt der Schulband und Buffet, Ausflug nach Bremen ins Universum mit Stadtbesichtigung, Familientag bei den Gasteltern mit individuellen Besuchstouren nach Wilhelmshaven, Dangast oder auch in den Jaderberger Zoo, Bowlingabend und die gestrige Abschiedsfeier im Jugendzentrum. Auch der gemeinsame Unterricht kam nicht zu kurz. Dass in Deutschland keine Schuluniform getragen wird finden die Gäste sehr bemerkenswert. Festgestellt wurde, dass der Unterricht hier viel kürzer ist, in England dauerte eine Unterrichtsstunde 60 Minuten. Auch das gemeinsame Mittagessen fehlt hier. „Man könnte über die Schulunterschiede eine Doktorarbeit schreiben“, meint der englische Deutschlehrer Bill Owsley, und berichtet weiter „hier kommen die Lehrer zu den Schülern, bei uns hat jeder Lehrer seinen Unterrichtsraum und die Schüler wechseln ständig“. Aus vorangegangenen Treffen entstandene Freundschaften bestehen bis heute und führten auch schon zu gegenseitigen Besuchen.
Von Stiftung unterstützt
Finanziert wird der Austausch durch Eigenbeteiligung, die „Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung“ und die kostenlose Unterkunft bei den Gasteltern. Das Organisationsteam besteht aus den Lehrerinnen Jutta Tetz und Frauke Tüitjer sowie den englischen Lehrern Bill Owsley und Andy Dorée.
