ZETEL - Die Haupt- und Realschule (HRS) als Bildungseinrichtung mit zwei Schulformen unter einem Dach ist offenbar auch in Zetel ein Auslaufmodell. Ob die Zukunft in einer Oberschule oder Integrierten Gesamtschule (IGS) liegt, das will die Schule von den Eltern der künftigen Schülerinnen und Schüler wissen. 702 Briefe hat die Schule in Absprache mit der Gemeinde Zetel an die Familien mit Grundschülern der Klassen 1 bis 3 sowie an die Eltern der Kindergartenkinder geschickt. Bis spätestens Freitag, 11. November, sollen die Antworten an die Schule oder ans Rathaus zurückgeschickt werden.
Unsere Eltern wollten die Entscheidung nicht alleine für die künftigen Schüler treffen. Der Vorstand möchte deshalb mit der Umfrage eine Tendenz von den Betroffenen einholen, erklärt Schulleiterin Heike Neumann. Sollte eine Oberschule oder eine IGS eingeführt werden, würde sie mit Klasse fünf beginnen. Jedes Jahr würde ein neuer Jahrgang hinzukommen. Die jetzigen Schüler arbeiten als Haupt- oder Realschüler weiter.
Neumann begrüßt ein längeres gemeinsames Lernen ab der fünften Klasse. Die Kinder kennen das bereits aus der Grundschule. Eine Differenzierung in Mathe, Deutsch und Englisch könne es deshalb trotzdem geben. Eine Oberschule oder IGS gebe den Kindern noch bessere Chancen als die Haupt- und Realschule, sich weiter zu entwickeln.
Der Druck ist auf jeden Fall groß. Seit Einführung der IGS vor zwei Jahren meldeten an die 30 Eltern aus Zetel ihre Kinder an der IGS Schortens an. Diesen Verlust möchte die Gemeinde in Zukunft verhindern, um den eigenen Schulstandort nicht zu gefährden.
