ZETEL - In Sachen Oberschule kontra Integrierte Gesamtschule (IGS) in der Friesischen Wehde meldet sich nun auch der Fraktionsvorsitzende des Zeteler Gemeinderates, Heinrich Meyer, zu Wort. „Für die Zeteler SPD ist der Elternwille entscheidend. Wir möchten, dass die Eltern in einer Befragung sagen, ob sie für ihre Kinder nach der Grundschule die IGS oder die Oberschule als weiterführende Schulform möchten.“ Mehr Basisdemokratie gehe in der Schulfrage nicht. In Bockhorn seien die Eltern gar nicht gefragt worden.
Die SPD werde den Elternwillen unterstützen. Das Modell der CDU-Oberschule mit gymnasialem Zweig werde in Zetel so nicht kommen können, da für einen gymnasialen Zweig auf Dauer nicht genügende Schüler da seien.
Meyer nimmt Bezug auf die Stellungnahme des Zeteler CDU-Fraktionsvorsitzenden Jörg Mondorf, der für ein Zeteler Modell der Oberstufe inklusive Gymnasialzweig plädiert, das an die Stelle der Haupt- und Realschule treten soll. „Herr Mondorf übersieht, dass die Mindestzahl für die Einrichtung eines solchen gymnasialen Zweiges bei 27 Schülern liegt“, so Meyer. Den Eltern bleibe aber immer auch die Möglichkeit, ihre Kinder nach der Klasse 4 der Grundschule direkt auf das Gymnasium nach Varel oder zur IGS nach Schortens oder auch zum privaten Gymnasium nach Jaderberg zu schicken. Aufgrund des Rückgangs der Schülerzahlen werde dadurch die Mindestzahl von 27 Schülern für einen gymnasialen Zweig an einer möglichen Oberschule mit Sicherheit nicht erreicht.
Wie lange die Außenstelle des Gymnasiums in Zetel noch gehalten werden kann, sei offen. Deshalb sei für die Zeteler SPD die IGS die Schule, durch die in Zetel ein qualitativ gutes Schulangebot für alle Kinder aufrecht erhalten werden könne – sofern die Eltern es wollen.
Die große Hürde sei die von der Landesregierung verordnete Fünfzügigkeit für staatliche Schulen. Würde zum Beispiel die katholische oder die evangelische Kirche eine Integrierte Gesamtschule in Zetel einrichten wollen, könne diese nach dem CDU-Schulgesetz auch dreizügig geführt werden. Mit einer drei- oder vierzügigen IGS Zetel wäre der gymnasiale Standort in Zetel gesichert, so Meyer. Dadurch würden – und auch dafür stehe die SPD in Zetel – keine umliegenden Schulstandorte gefährdet.
