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Bildung IGS will Abitur in Zetel anbieten

Zetel - Von der fünften bis zur zehnten Klasse können Schüler die Integrierte Gesamtschule in Zetel besuchen. Wenn sie dann Abitur machen wollen, müssen sie die Schule wechseln. Eine Möglichkeit ist es, dass sie nach Varel fahren, um am Lothar-Meyer-Gymnasium von der elften bis zur 13. Klasse die Oberstufe zu besuchen. Das heißt für die Jugendlichen: sehr früh aufstehen, mit dem Bus einen langen Weg zur Schule fahren, sich in einer neuen Schule mit neuen Lehrern zurechtfinden.

Wunsch der Eltern

Die Elternschaft der Integrierten Gesamtschule Zetel aber wünscht sich, dass die Gesamtschüler an ihrer Schule bleiben und das Abitur in Zetel machen können. Auf Antrag der Eltern hat die IGS jetzt einen Antrag auf Einrichtung einer Oberstufe an den Landkreis Friesland gestellt.

Schulleiterin Heike Neumann schreibt in dem Antrag: „Wir als Schule bitten ganz dringend, den Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe ernsthaft zu prüfen und dem Antrag stattzugeben.“

Der Landkreis ist als Schulträger zuständig für die IGS Zetel. Der Kreis werde jetzt zunächst die formalen Voraussetzungen prüfen, wie etwa gesetzliche Vorgaben zur Einrichtung einer Oberstufe sowie die Schulentwicklung. Außerdem wird der Schulträger mögliche Auswirkungen auf andere Schulstandorte gemäß des Schulgesetzes abwägen. „Nach Abschluss dieser formalen Prüfung wird der Antrag den politischen Gremien zur Beratung weitergeleitet“, sagt Kreissprecherin Nicola Karmires.

Eine Gesamtschule sei erst komplett, wenn sie eine gymnasiale Oberstufe beinhalte, schreibt Neumann, und verweist auf einen Paragrafen des Niedersächsischen Schulgesetzes: „In der Gesamtschule werden Schülerinnen und Schüler des 5. bis 13. Jahrgangs unterrichtet.“

Große Nachfrage

Heike Neumann ist sicher: „Eine Gesamtschule ohne Oberstufe ist in Ausnahmefällen möglich, wird aber nie die Akzeptanz bei Eltern erreichen wie eine Gesamtschule mit Oberstufe.“ Bisher ist die IGS in Zetel vierzügig, das bedeutet, es gibt pro Jahrgang vier Klassen. „In jedem Jahrgang wurde ein qualifiziertes Losverfahren im Aufnahmeverfahren durchgeführt, da die Anmeldezahlen über den verfügbaren Plätzen liegen.“

Auch Lehrer gebe es für eine gymnasiale Oberstufe an der IGS: Rund 40 Prozent der Lehrer sind Gymnasiallehrer. „Wir schreiben im Moment auch nur gymnasiale Stellen aus. Das ist vom Ministerium so geregelt“, erklärt Neumann. Sollte eine Oberstufe eingerichtet werden, stiege jedoch sowohl der Lehrer- als auch der Raumbedarf der Schule. „Ich bin aber sicher: Das, was die Eltern sich für ihre Kinder wünschen, sollte die Maßgabe für die Entwicklung der Schule sein.“

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales
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