Zetel - Die Menschenmüll-Wähleraktion (MMW) im Kreistag des Landkreises Friesland möchte, dass der Landkreis sich darauf vorbereitet, dass an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Zetel früher oder später doch eine Oberstufe eingerichtet werden müsse.

MMW stellt den Antrag an den Kreistag, im Schulentwicklungsplan „Überlegungen bezüglich der Einrichtung einer Oberstufe für die IGS Süd aufzunehmen und mit den Schulleitungen der Oberschule Varel, der IGS in Zetel, den Berufsbildenden Schulen und des Lothar-Meyer-Gymnasiums in Varel über räumliche Konzepte und Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren“, schreibt Iko Chmielewski von der MMW.

„Es ist kein Geheimnis, dass die MMW sich seinerzeit gegen die IGS Friesland-Süd am Standort Zetel ausgesprochen hat, da diese Schulform ins Mittelzentrum gehört. Die weitaus größere Schülerzahl (rund 50 Prozent der Übergänge) kommt aus dem Einzugsgebiet Varel; zudem hat Varel mit dem Lothar-Meyer-Gymnasium eine gut ausgebaute Infrastruktur, die zahlreiche Synergien zwischen den beiden Schulformen zulässt“, schreibt Chmielewski. Es sei absehbar, dass der Antrag auf die Einrichtung einer Oberstufe für die IGS im kommenden Jahr erneut gestellt werde. Die Politik solle deshalb darauf vorbereitet sein „diesen Ansprüchen gerecht zu werden“.

Für die Zulassung der Oberstufe bräuchte es mindestens 54 Schüler pro Jahrgang auf zehn Jahre. „Diese Zahlen wurden 2019 nicht erreicht und machten daher eine Genehmigung aussichtslos. Sollten diese Zahlen jedoch in den nächsten Jahren erreicht werden, stellt sich die Frage des Schulstandortes erneut. Die MMW bittet die Verwaltung, mit der Schulleitung der Oberschule Varel, der IGS in Zetel, den Berufsbildenden Schulen und dem Lothar-Meyer-Gymnasium in Varel über mögliche Kooperationskonzepte zu diskutieren“, sagt Iko Chmielewski.

„Anstatt nur die Gefahren einer Oberstufe der IGS Zetel für das Lothar-Meyer-Gymnasium oder die Berufsbildenden Schulen in Varel in den Vordergrund zu rücken, sollten auch deren Chancen in einer fruchtbaren und engen Zusammenarbeit beleuchtet werden. Gegebenenfalls wäre eine voreilige Zusammenlegung der Oberschule Obenstrohe und Varel ein schwer zu korrigierender und teurer Fehler“, so Chmielewski.