ZETEL - Die Antworten der Elternbefragung in der Gemeinde Zetel zum Thema Schulentwicklung zeigen eine klare Richtung auf: Mehr als 87 Prozent der Eltern wünschen sich für ihre Kinder in der Zukunft eine Integrierte Gesamtschule (IGS), knapp 13 Prozent sprechen sich für eine Oberschule in Zetel aus. Dies hat Heike Neumann, Schulleiterin der Haupt- und Realschule Zetel, am Freitag bekannt gegeben. Sie hat die Antworten mit Vertretern von Schule und Eltern durchgezählt.
Der Schule war es wichtig, ergänzend zur Informationsveranstaltung von Gemeinde, Landkreis und Schule im Juni über die beiden Schularten von den Eltern per Umfrage zu erfahren, in welche Richtung in Zetel gearbeitet werden soll: IGS oder Oberschule. Mit Unterstützung der Gemeinde wurden mehr als 700 Eltern in Zetel angeschrieben, deren Kinder künftig eine weiterführende Schule besuchen werden. Etwa 30 Prozent Rückmeldungen gab es, „das ist eine besonders hohe Zahl“, betonte Neumann. Normalerweise verzeichnet die Schule laut ihren Angaben nur fünf bis zehn Prozent an Rückmeldungen. „Wir haben uns gewünscht, dass die betroffenen Eltern ernst genommen und persönlich gefragt werden. Die Resonanz hat gezeigt, wie wichtig dies den Eltern ist“, meinte sie.
Nun wird in absehbarer Zeit der Schulvorstand tagen und sich des Themas annehmen, und auch in der kommenden Gesamtkonferenz wird sich zeigen, wie weiter gearbeitet werden soll. Der Termin zur Anmeldung der HRS Zetel für eine Oberschule für das kommende Schuljahr 2012/2013 ist bereits abgelaufen, somit bleibt es zunächst bei der HRS. Der Einrichtung einer integrierten Gesamtschule in Zetel stehen rechtliche Anforderungen entgegen. Derzeit wird dafür eine Fünfzügigkeit an der Schule gefordert, die in Zetel nicht erreicht werden kann. Doch gibt es laut Neumann im kommenden Jahr Verhandlungen darüber, ob diese Anforderung eventuell entfällt.
