ZETEL - Die Überraschung über den Ausgang der Eiswette war nicht groß – doch die Schau hat sie der Förderverein der Grundschule Zetel-Bohlenberge nicht nehmen lassen: Wie schon in den Vorjahren wagten Ingo Wehrmann und Michael Weidhüner am Freitagnachmittag den Test, ob denn nun das Eis im Naturfreibad Zetel trägt. Wehrmann, kostümiert als „Heidi“, schritt frohen Mutes ins kühle Nass. Weidhüner saß derweil mit einer großen Angelrute im Schlauchboot, um ihn vielleicht notfalls herauszufischen. Zwar war dies nicht nötig, aber das Eis – weil auch nicht vorhanden – hielt „Heidi“ nicht.
„Wir haben wieder verloren, wie schon in den ersten drei Jahren. Doch im vergangenen Jahr hatten wir ja tatsächlich gewonnen“, betonte Andrea Busch, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. „Letztes Jahr habe ich gerne verloren“, erinnerte sich auch Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann an die Eiswette 2010. Er hatte daraufhin eine Unterrichtsstunde in der Schule gestaltet (dieNWZ
berichtete).Das mit der Wettschuld in diesem Jahr will der Förderverein „flexibel handhaben“, so Anita Busch. Gab es in der Vergangenheit dann stets Kuchen für den Gemeinderat, so soll in diesem Jahr vielleicht stattdessen – auf Anregung des Bürgermeisters – eine Besuchergruppe aus der polnischen Partnerstadt Szczyrk in den Genuss dieses Angebots kommen.
Lauxtermann zeigte sich am Freitag sehr erfreut darüber, dass Zeteler Bürger sich derart für den Förderverein stark machen. „Solche „Verrückten“ braucht die Gesellschaft, um so Aufmerksamkeit für gewisse Projekte zu gewinnen“, meint er. Ziele des Förderverein der Grundschule Zetel-Bohlenberge sind unter anderem, sich für Schulveranstaltungen einzusetzen, für Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen, bei der Beschaffung besonderer Lehrmittel und Einrichtungen zu helfen – soweit sie die Haushaltsmittel des Schulträgers übersteigen – und regionale Kulturveranstaltungen der Schule zu unterstützen.
Bürgermeister Lauxtermann hoffte daher im Sinne des Fördervereins, dass die Besucher des mittlerweile fünften Frostfests in Zetel die Auswahl an warmen und kalten Getränken, an Salaten und Leckereien vom Grill, die die Mitglieder des Vereins anboten, reichlich nutzten.
Für den Förderverein stand zumindest schon fest: „Im nächsten Jahr planen wir wieder zu gewinnen“, betonte Andrea Busch.
