ZETEL - Die Akzeptanz für die Ganztagsschule in Zetel steigt – bei den Eltern und damit auch bei den Schülern. Diesen Eindruck hat Sozialarbeiterin Ewa-Maria Ruta-Schwarte an der Haupt- und Realschule (HRS) gewonnen, die vor einem Jahr den Betrieb als offene Ganztagsschule aufgenommen hat. Am deutlichsten sei der Zuspruch bei den Fünftklässlern zu spüren.
Nach Aussagen von Schulleiterin Heike Neumann nehmen gut 50 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Klasse fünf und zehn an einem, zwei oder an drei Nachmittagen in der Woche Angebote aus dem Ganztagsschulprogramm wahr. Die Tendenz sei steigend. Das belege auch der Zuspruch beim Mensaessen.
Kooperation mit Vereinen
Im vergangenen Halbjahr mit rund 30 AGs war Yoga der Renner, in diesem ist es Basketball – beides übrigens Anregungen von Schülern. „Die Fußball-AG ist selbstverständlich immer voll“, berichtet die Sozialarbeiterin. Die Sport-AGs seien insgesamt gefragt. Viele Schüler suchten nach dem Unterricht am Vormittag die Bewegung am Nachmittag. Bei den Sport-AGs kooperiert die Schule mit dem TuS und FC Zetel. Ausgebaut werden soll noch der Kreativbereich. Die Ganztagsschule beschäftigt 15 neue Mitarbeiter.
Die Schulleiterin würde die HRS am liebsten montags bis donnerstags als offene Ganztagsschule führen, damit Eltern Familie und Beruf noch besser in Einklang bringen können. „Vier Tage Ganztagsschule wäre eine Entlastung für die Eltern“, so Neumann. Doch das Kultusministerium habe nur drei Tage genehmigt. Das habe finanzielle Gründe. Donnerstags hätten die Schüler aber die Möglichkeit, nach dem Unterricht in den benachbarten Jugendtreff zu gehen, mit dem die Schule zusammenarbeite und der ab 12 Uhr geöffnet ist. Dort können die Schüler auch ihre Hausaufgaben erledigen. Sie werden jedoch nicht kontrolliert wie bei der Hausaufgabenbetreuung. Die möchte die Schule gerne ausdehnen. Doch finanziell könne sich die HRS das nicht leisten. Jetzt gebe es nachmittags drei Gruppen mit jeweils 17 Schülern. „Wir haben eine Warteliste“, sagt Ruta-Schwarte.
Insgesamt sind Schulleiterin Neumann und Sozialarbeiterin Ruta-Schwarte mit dem ersten Jahr Ganztagsschule zufrieden. „Es macht Spaß und wir haben eine sichere Organisation.“ Die anfängliche Unruhe nach dem Unterricht hin über das Mittagsessen zur Hausaufgabenbetreuung und zu den Arbeitsgemeinschaften sei gewichen.
Schulplaner eingeführt
Aus den Erfahrungen des ersten Jahres sei der Schulplaner eingeführt worden. In dieses Heft für jeden Schüler würden alle wichtigen Dinge eingetragen, so dass alle Lehrer, pädagogischen Mitarbeiter, Schüler und Eltern sich gleichermaßen informieren könnten. Im Schulplaner stehen beispielsweise der Stundenplan, die Schulordnung, die zu erledigen Hausaufgaben, die Termine für die Klassenarbeiten oder auch Fehlzeiten der Schüler. „Der Schulplaner ist ein wichtiges Bindeglied geworden und schaffe mehr Verlässlichkeit“, sagt Neumann.
