Zetel - Um den Politikern zu zeigen, für wie wichtig sie die Einrichtung einer Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule in Zetel halten, haben rund 40 Eltern und Schüler am Mittwochnachmittag in der Sitzung des Kreistages mit Plakaten und Luftballons demonstriert. Doch die Demonstration und auch die 1200 Unterschriften, die sie gesammelt haben, halfen den Eltern nichts: Die Kreistagsmitglieder stimmten gegen die Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Friesland-Süd.

Eine der Voraussetzungen für die Einrichtung einer Oberstufe ist eine Mindestschülerzahl von 54 Schülern in der Oberstufe. Die Integrierte Gesamtschule Zetel rechnet vor, dass 47 Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr die 10. Klasse beenden. Die Kreisverwaltung aber geht davon aus, „dass nicht alle Schüler dieses Jahrgangs, die für einen erweiterten Sek-I-Abschluss noch einen dritten Erweiterungskurs benötigen, diesen auch bestehen“. Soll heißen: Vielleicht sind es am Ende sogar noch weniger als 47 Schüler, die die Möglichkeit haben, nach der 10. Klasse noch eine Oberstufe zu besuchen.

Schüler, die an der Integrierten Gesamtschule Zetel die 10. Klasse abgeschlossen haben und Abitur machen möchten, können sich aussuchen, ob sie an das Lothar-Meyer-Gymnasium oder die Berufsbildenden Schulen in Varel, an die IGS Friesland-Nord in Schortens oder an das Mariengymnasium oder die BBS in Jever wechseln. Diese Oberstufen seien absolut ausreichen, meinen die Kreistagsmitglieder. Sie wollen nicht riskieren, mit einer weiteren Sekundarstufe II die bestehenden Oberstufen zu schwächen.

Die Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch und Landrat Sven Ambrosy gaben den Zeteler Eltern aber die feste Zusage, dass alle Schüler, die sich fristgerecht an der IGS in Schortens bewerben, dort auch einen Platz in der Oberstufe bekommen.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales
Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever