ZETEL - Jörg Mondorf, der Vorsitzende der CDU Zetel, betrachtet mit Sorge die emotionale Debatte über eine zweite Integrierte Gesamtschule (IGS) in Zetel. Die Abschaffung der Orientierungsstufe hatte große Unruhe gebracht und ist noch nicht lange her. Schon wieder soll es zu einer Systemänderung kommen.
Das Thema Schule sei ein sehr sensibles Thema, wo das Lernen und die Schüler mit ihren Eltern im Mittelpunkt stehen sollten. Die Landesregierung hat uns die Möglichkeit gegeben, eine Oberschule einzurichten und uns damit einen großen Handlungsspielraum gelassen, den wir uns wünschen. Zumal sich unlängst auch der Landkreis für das Oberschulkonzept ausgesprochen hatte, sind wir nun mehr als überrascht, sagte Mondorf.
Die Zeteler CDU spreche sich nach wie vor für die Umwandlung der Haupt- und Realschule Zetel in eine Oberschule mit einem gymnasialen Zweig aus.
Die flexiblen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Oberschule böten gemeinsame Beschulung, Förderung und Forderung der Schüler in den Hauptfächern, eine gute Durchlässigkeit, den Erhalt eines gymnasialen Angebots in Zetel, teilgebundenen Ganztagsbetrieb und die Möglichkeit, die Kinder bis zur 10. Klasse in Zetel zu beschulen. Die Schule bleibe überschaubar, Jugendarbeit könne vor Ort geleistet werden. Wir hätten eine maßgeschneiderte Zeteler Lösung für unsere Kinder, betonte Mondorf.
Dagegen stünde bei einer IGS in Zetel eine Schulgröße von mindestens 720 Schülern aus Zetel, Bockhorn, Sande und Varel. Ein Teil der Schulzeit müsste in Bockhorn verbracht werden, Konflikte mit den Nachbarkommunen durch Gefährdung der umliegenden weiterführenden Schulen seien vorprogrammiert und es würden unnötige Kosten zur Finanzierung des Ganztagsbetriebs und der Schülerbeförderung entstehen. Aufgrund der vorherrschenden Schülerzahlen sei nur bei einer Oberschule auch eine Oberstufe realisierbar. Mondorf möchte, dass alle Zeteler Fraktionen gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und der Schulleitung nach den Ferien erneut eine Informationsveranstaltung anbieten. Statt uns gegenseitig Wahlkampf zu unterstellen, sollten wir doch Interesse an der bestmöglichen Lösung für unsere Kinder haben. Das bedingt aber ein neutrale und sachliche Aufklärung der Betroffenen, befindet Mondorf.
